2. Spieltag:

Am 2. Spieltag hatte unsere 1. ihren 1. Heimkampf und dass der immer der schwerste ist, hatte man noch in schmerzlicher Erinnerung, hatte man doch voriges Jahr im 1. Heimspiel so verkrampft gespielt, dass man am Ende gegen eine normal aufspielende Mannschaft von BS Überherrn 3 mit 5 Holz verlor.
Dieses Mal hieß der Gegner SKC Differten, also die Mannschaft, gegen die unsere 2. voriges Wochenende auf des Gegners Geläuf gewonnen hatte. . .
Den Reigen begann mein Bruder Michael, der nach seinem Affen in der 1. und Fastaffen in der 2. endlich mal wieder beweisen wollte, dass er doch noch kegeln kann. Er traf auf Jörg Klein, der nach kathastrophaler Anfangsbahn doch noch auf 683 (4) kam, aber nicht verhindern konnte, von Michael,  dessen Heimform langsam zurückkehrte und der mit letzter Kraft beachtliche 764 (9) traf, stolze 81 Holz abgeknöpft zu bekommen.
Sascha Kern war der Nächste und ihm gelang mit hervorragenden 781 (10) gegen die 643 (3) von Michael Kerner unseren Vorsprung auf über 200 Holz auszubauen, so dass dann ich gegen Gerd Kiefer "beruhigt" die Arena betreten konnte. Ich will es  kurz machen: Es war mein 1. Heimkampf und da geht bekanntlich gar nichts, und so kam es, dass Gerd nach etlichen Jahren endlich mal wieder gegen mich gewann und zwar nahm er mir mit 697 (6) gegen 691 (5) ganze 6 Holz ab. Er verhinderte somit, ich will es vorwegnehmen, dass Differten mit der Höchststrafe nach Hause geschickt wurde.
Als 4. mußte nun Volker Jacob beweisen, dass er seiner Hereinnahme in die 1. gerecht wurde und das tat er mit Bravour: mit beachtlichen 732 (8) konnte er gegen Patrick Hess, der nie zu seinem Spiel fand und mit mageren 641 (1) herauskam, weiter Boden gut machen und Niemand zweifelte mehr an einem 3:0 Sieg, als mein Sohn Markus letztendlich gegen Uwe Sengespeick, immerhin Differtens besten Mann, antreten mußte. Aber in den ersten Würfen zog Markus sich ein Ziehen im Knie zu, so dass er nicht mehr richtig durchziehen konnte. Uwe riss zwar auch keine Bäume aus, aber man wußte ja nicht, wie er die 2. Bahn erwischte. Als sich dann nach dem Wechsel abzeichnete, dass der Kampf nicht mehr verloren gehen konnte, wollte Markus aufhören. Da  aber dadurch der Punkt noch in Gefahr geriet, falls Uwe doch noch explodierte, überredete ich meinen Sohn, auf die Zähne zu beissen und durchzuhalten. Er kam dann noch auf 708 (7) und Uwe auf klägliche 642 (2) was wiederum bedeutete, dass ich schon im ersten Heimkampf Affe war, wir aber 39 :16 EWP verbuchen konnten.

Während wir mit der 1. gegen Differten alles klar machten, mußte unsere 2. in Hostenbach antreten und zwar bei KF Schaffhausen 2, wo wir letztes Wochenende souverän gewonnen hatten. Natürlich war uns klar, dass sie ihre Mannschaft verstärken würden, aber wir hatten ja nichts zu verlieren und gingen zuversichtlich ans Werk.
Wie schon vorige Woche begann Fritz Hepper, der wegen seiner tollen Leistung und der als Einziger von uns keinen Bauernfehlwurf zu verzeichnen hatte, nun wieder in der 2. zum Einsatz kommen sollte. Erneut mußte er gegen Uschi Hermann antreten, gegen die er zuletzt siegreich war. Leider lief es bei ihm lange nicht so gut wie beim ersten Mal, leider hatte er dieses Mal etliche Bauernfehlwürfe, so dass er sich am Ende mit "nur" 714 (5) gegen Uschi,  starke 747 (6),  mit schmerzlichen 33 Holz geschlagen geben mußte.
Nun kam es zum Fight der beiden Youngster in beiden Mannschaften: Mein Sohn David mußte gegen Carsten Comtesse ran, von dem wir wußten, dass er 750 und höher spielen würde. David stellte sich der Herausforderung, hielt fabelhaft mit und brachte es fertig, ohne Bauernfehlwürfe stolze 752 (7) auf die Bretter zu legen. Leider konnte er es nicht verhindern, dass Carsten mit 768 (8) doch noch an ihm vorbeizog.
Natürlich gaben wir nach diesen beiden Niederlagen nicht auf und warfen nun unseren 2. Jungstar Michi Krüger ins Rennen. Was soll man sagen: in seiner unnachahmlichen Manier wuchs er über sich hinaus, ließ seinem Gegner Frank Raspel nicht den Hauch einer Chance und brachte uns mit hervorragenden 779 (10) gegen Franks 700 (2) erstmals auf die Gewinnerstraße. (Weiter so Michi !)
Leider hatte unser vorletzter Streiter Timo Trampert keinen guten Tag erwischt, konnte an seine gute Leistung in Überherrn vorige Woche nicht anknüpfen und kam über 685 (1) nicht hinaus. Zwar riß sein Gegner Michael Decker mit 713 (3) auch keine Bäume aus, aber unser schöner Vorsprung war nun vor der letzten Paarung auf lediglich 2 Holz  zusammengeschmolzen.
Unser Schlußmann Klaus Hermann mußte nun beweisen, dass er die Nerven hatte, sich gegen Dietmar Decker, den man von der 1. runtergenommen hatte, und der natürlich auch in der Lage war, einen "Riesen" auf seiner Heimbahn zu werfen, zu behaupten. Auf der ersten Bahn gelang ihm das ganz und gar nicht und Dietmar zog mit jedem Wurf weiter davon. Erst in seinem zweiten Durchgang berappelte sich Klaus, kämpfte sich Holz um Holz zurück. Aber seine Aufholjagt kam zu spät: Mit noch guten 750 (6) verlor er gegen die 773 (9) 23 Holz, so dass wir letztendlich mit 21 Holz die Flügel strecken mußten. Schade, da wäre mehr drin gewesen, aber immerhin den Zusatzpunkt gerettet.

Unsere 3. hatte in Dillingen ihren ersten Auswärtskampf und man hoffte natürlich auf den Zusatzpunkt, denn ein Sieg wäre utopisch gewesen. Wie überrascht waren wir jedoch, als unsere Leute zurückkamen und den Sack voller Punkte hatten. Ungläubig verlangten wir den Spielbericht und mußten feststellen, dass man tatsächlich mit 10 Holz gewonnen hatte. Es spielten Jörg Emde, 587 (2) und damit Affe, Birgit Emde, 590 (3), Dieter Müller, mit 678 (5) immer stärker werdend, und schließlich Carolin Schwarz, die sich so langsam auf die 700 eingeschossen hat, Bär mit starken 705 (7). Wenn man aber ehrlich ist, hätten unsere Kämpfer nicht den Hauch einer Chance gehabt gegen die Zahlen der ersten 3 Dillinger. Lediglich dem Umstand, dass Dillingens Schlußstarter Günter Görgen einen Tag vorher einen Autounfall hatte und dementsprechend nur 479 (1) warf, hatte man den glücklichen Sieg zu verdanken. Aber was soll`s: 3 Punkte sind 3 Punkte.
Die 4. war spielfrei, deshalb ohne Worte.


3. Spieltag:

Der 3. Spieltag bescherte uns die Paarung 1. gegen 2., wobei die 2. Heimrecht hatte. Aber durch die Blessuren von Markus (Resultat vom letzten Kampf !) und auch von Sascha (Armverletzung) mußten wir improvisieren und von unten nach oben auffüllen. Glücklicherweise war die 3. spielfrei, so dass wir dann zwei Spieler ohne Auswirkungen für die 3. hochholen konnten.
In der 1. begann mein Bruder Michael gegen Timo Trampert, der mit 704 (4) gegenüber der Vorwoche eine leichte Steigerung aufweisen konnte. Trotzdem hatte er gegen Michael, der zuhause immer besser zurechtkommt und mit 770 (9) an frühere Ergebnisse anknüpfte, keine Chance.
Als Zweiter mußte sich Klaus Hermann mit Dieter Müller messen, dessen Form die letzte Zeit aufsteigende Tendenz gezeigt hatte und der auch mit 695 (3) ein durchaus respektables Ergebnis erzielte. Aber wie schon vorher Timo gegen Michael hatte auch Dieter gegen Klaus, der endlich einmal die Heimbahn toll erwischte und nicht eher Ruhe hatte, bis er die vorgelegten 770 von Michael mit 774 (10) übertrumpft hatte, nicht den Hauch einer Chance. (Alle Achtung, Klaus !)
Die dritte Paarung hieß Michi Krüger gegen Volker Jacob. Beide hatten im letzten Start eine tolle Leistung gebracht und man war gespannt, ob sie diese wiederholen könnten. Während Michi auf seiner ungeliebten linken Bahn mit fast 390 über seine Verhältnisse spielte, nachher aber leicht einbrach und mit 745 (8) rauskam, lief es bei Volker nicht so gut und er mußte mit 691 (2) die Flügel strecken.

Nun mußte ich in die Arena und zwar gegen Birgit Emde, die zweite Heraufnahme aus der 3. Ich kann nicht sagen, was wieder los war, aber ich kam auf meiner ersten Bahn einfach nicht auf Touren und wechselte mit sehr mageren 342, um nachher, nachdem ich mir selbst hintenrein getreten habe, noch sehenswerte 382 zu spielen, war natürlich mit den erreichten 724 (6) bei weitem nicht zufrieden. Birgit aber, die in letzter Zeit auf der Heimbahn keine 600 gesehen hatte, wuchs über sich hinaus und hatte mit 611 (1) endlich ein Erfolgserlebnis.
Nun kam es zum letzten Aufeinandertreffen und ich muß sagen, es war der spannendste Kampf, des ganzen Morgens: Fritz Hepper gegen meinen Jüngsten: David. Über lange Zeit lieferten sich die Beiden ein Kopf - an - Kopf - Rennen, bis  es Fritz schließlich gelang, ein paar Schwächen, die David sich am Schluß noch leistete, mit Blanken knallhart auszunutzen und ihn mit 732 (7) gegen 714 (5) in die Schranken zu weisen. Völlig überfüssigerweise ist es Fritz mit seinem Endspurt auch noch gelungen, an mir vorbeizuziehen, was, man kann sich schon denken, was kommt: w i e d e r  A f f e bedeutete. Aber es machte mir gaaar nichts aus ( g r r r !), denn wir hatten wieder 3 Punkte und 40 EWP ! Ein wichtiger Meilenstein auf unserem noch langen Weg.

Wie schon erwähnt war die 3. spielfrei und nach uns mußte die 4. gegen Dillingen 5 ran, die natürlich darauf erpicht waren, den verlorenen Heimkampf gegen unsere 3. vorige Woche bei unserer 4. nun wieder wettzumachen. Das gelang ihnen auch, denn sie waren mannschaftlich geschlossener. Das ist natürlich kein Beinbruch, denn bei unserer 4. geht es schließlich nur darum, Spaß am Kegeln zu haben, mannschaftlich geschlossen anzutreten und wer weiß, vielleicht den einen oder anderen Punkt zu ergattern. Was besonders zu erwähnen wäre, dass Karsten Jacobs mit 642 (6) wieder eine Superzahl auf die Bretter legte  und auch sein Bruder Benjamin erstmalig mit 565 (4) einen Riesensatz über 500 gemacht hat. Chapeau ! Lediglich Michael Brecker hatte keinen guten Tag und blieb mit 493 (1) weit unter seinen Möglichkeiten. Aber auch das wird sich wieder ändern. Und Kerstin Schwarz schließlich hatte eine starke Erkältung, Fieber usw. Man hatte ihr angeboten, aufzuhören, wenn es nicht mehr ging, aber aufopferungsvoll kämpfte sie bis zum Schluß, um mit 563 (3) die Bahn zu verlassen. Das nennt man Kampfgeist, weiter so. 


4.Spieltag:

Letzten Samstag hatten 1., 2. und 3. Mannschaft lösbare Aufgaben. Während die 1. zuhause auf Dillingen 3 traf, mußten 2. und 3. reisen: die 2. nach Überherrn gegen BS 4, die 3. nach Lebach gegen Hülzweiler 3.

Bei Dillingen wußten wir nicht so recht, wo wir dran waren: sie hatten auswärts zwar keine Bäume ausgerissen, hatten aber zuhause im letzten Start Ludweiler eindrucksvoll zu Null abgefertigt, also war erhöhte Attention gefragt.

Fritz Hepper war unser Anstarter und mußte sich gegen Gustav Boost messen, den man von der 2. runtergeholt hatte, der aber bis jetzt noch keine Bäume ausgerissen hatte. Während Fritz ganz gut in Fahrt kam und mit souveränen 749 (8) die Bahn verließ, ging bei Gustav rein gar nichts und sein Zählwerk blieb auf kläglichen 635 (1) stehen. Ein Auftakt nach Maß also, wenn man nach dem ersten Mann schon mit 114 Holz führte.

Zweiter in der Reihe war nun Sascha Kern, der in seinem letzten Start vor seiner Verletzung immerhin mit starken 781 aufgewartet hatte und der nun hoffentlich an diese Zahl wieder anknüpfen  könnte. Sein Gegner, Alexander Sternjakob, hatte im vorigen Jahr mit Hülzweiler die Bahn nicht sonderlich gut bekommen und man hoffte deshalb, dass das schon erreichte Polster sich deutlich erhöhen würde. Aber es sollte mal wieder anders kommen: Wider Erwarten tat Sascha sich so schwer, dass er sich mit Alex ein Kopf - an - Kopf - Rennen lieferte und letztendlich (unter 700 !!!) mit 697 (5) von der Bahn schlich, es aber immerhin noch fertig brachte, Alex mit 691 (4) noch 6 Holz abzuknöpfen.

Als Nächster trat mit Michi Krüger ein weiterer Jungstar bei uns an und kam damit gegen einen alten Hasen, nämlich gegen Dieter Reimringer, von dem die Dillinger hofften, dass wenigstens er mal Boden gutmachen könnte. Aber daraus wurde wieder nichts, denn auch Dieter sah keine 700 und mußte frustriert mit 676 (3) gegen einen glänzend aufspielenden Michi mit 741 (7) die Flügel strecken.

Nun warfen wir meinen Ältesten, Markus, ins Rennen, dessen Gegner Karl-Heinz Fischer hieß, und der aus der 4. hochkam und nun seinerseits Markus ins Stolpern bringen sollte. Das ist ihm zwar nicht gelungen, denn Markus ließ ihm nicht den Hauch einer Chance und hörte bei sehr starken 761 (10) auf, aber immerhin kam mit 724 (6) endlich mal ein Dillinger über die 700.

Last not least mußte nun bei uns Klaus Hermann in die Arena und zwar gegen einen Thomas Bies, der eigentlich nicht in die 3. gehörte, hatte er doch schon in der noch jungen Saison zwei Landesligastarts und einen Einsatz in der Liga Süd aufzuweisen. Also ein echter Brocken gegen Klaus, dachten Alle. Aber denkste: Klaus kam nach sehr guter Leistung mit 753 (9) aus dem Rennen und - man glaubt es kaum - konnte gegenThomas weitere 107 !! Holz gutmachen, weil der Dillinger mit sage und schreibe nur auf 646 (2) kam.
 Unsere ganze Mannschaft konnte es nicht glauben, aber man hatte schon wieder einen Gegner mit 39 zu 16 EWP nach Hause geschickt. Super Jungs. Aber wir brauchen uns nichts vorzumachen: die dicksten Brocken kommen noch . . . Schauen wir mal.

Unsere 2. spielte zeitgleich in Überherrn gegen deren 4. und einen Punkt strebten wir auf jeden Fall an. Es wird wahrscheinlich Allen aufgefallen sein, dass meine Wenigkeit in der 1. gefehlt hat. Mit Recht, denn Schwachzocker gehören dort nicht hin. Natürlich war ich mir nicht sicher, ob die 2. mich überhaupt nehmen würde, denn durch mich würde sie ja entscheidend geschwächt. Aber dann würde ich halt in die 3. gehen, denn die könnte ich nicht schwächen, da es dort ja Streichergebnisse gibt. 
Aber nun zum Kampf: Da Timo Trampert und Carolin Schwarz noch nicht da waren, Volker Jacob lieber als Einzelspieler in der Mitte spielen wollte, betraten mein Jüngster, David, und ich als Erste die Bahnen, wobei David auf Bahn 3, ich auf der 1. begannen. Unsere Gegner waren Arthur Mohr, zuhause für 760 imer gut, sowie Michael Freichel, der, wenn er keinen Krieg mit dem rechten Bauer bekam, auch nicht unter 750 herauskommen würde.
Zu Anfang lief alles ganz gut für uns, David begann furios mit 205, wir Anderen so um 190, nach der 2. Bahn wechselten David und ich gleichermaßen mit guten 390, konnten uns aber nicht entscheidend absetzen. Dann geschah etwas Seltsames: Während David die Bahn 1 und 2, die ich prügelte, nicht mehr in den Griff bekam, tat ich mich auf Bahn 3 und 4, David`s guten Bahnen, sehr schwer, so dass ich schließlich glücklich David mit 740 (7) zu 738 (6) ( Welten !!!) übertaf. Gottseidank erinnerte sich Michael auf der 4. Bahn daran, dass er eigentlich Schwierigkeiten mit dem rechten Bauer hatte, warf auch deshalb etliche Male dran vorbei, um letztendlich mit 729 (5) die Arena zu verlassen. Da Arthur ruhig sein Pensum abspulte und auf 746 (8) kam, führten wir immerhin nach dem ersten Block noch mit ganzen 3 Holz.
Nun mußte sich Volker Jacob mit Heinz Wilhelm messen, der wie immer die ersten 3 Starts im Urlaub war und nun gegen uns zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison kam. Aber wenn man gedacht hätte, dass er deswegen etwa mangels Training abstürzen würde, sah man sich getäuscht: mit guten 746 (9) ließ er Volker mit 696 (2) nicht den Hauch einer Chance, wobei Volker sich noch am Finger verletzte, indem er sich beim Abwurf die Kugel  auf den Finger aufknallte.  War natürlich sehr schmerzhaft.
Auf jeden Fall lagen wir nun vor den letzten Paarungen 47 Holz hinten und unsere Hoffnung war, dass Timo und Carolin gegen Hans-Peter Haffner und Mathias Ley so dagegenhalten könnten, dass wir wenigstens noch den Zusatzpunkt einheimsen könnten.
Wie erhofft kam es zu einem spannenden Kopf-an Kopf-Rennen, weil Carolin sich von Hans-Peter nicht so viele Holz abnehmen ließ, während Timo`s Aufgabe es war, Mathias, der gar kein Training aufweisen konnte, so unter Druck zu setzen, dass er noch nervöser wurde, als er schon war und  man am Schluß nicht nur den Rückstand wieder wettmachen könnte, sondern es uns sogar auf die Siegerstraße bringen könnte. Genau so kam es dann auch: während sich Hans-Peter souverän mit752 (10) zum Tagesbesten mauserte, stürzte Mathias mit 620 (1) regelrecht ab, und da sich Carolin mit 721 (4) und Timo, 710 (3) achtbar aus der Affäre zogen, haben wir diesen Kampf am Ende  - mit viel Glück, zugegeben, - doch noch gewonnen und drei wichtige Punkte zum Klassenerhalt gesammelt.

Auch unsere 3. hatte ein Auswärtsspiel und zwar in Lebach gegen Hülzweiler 3, ein Hülzweiler, das fast seine komplette 1. Mannschaft verloren hat und dementsprechend nach oben auffüllen mußte. Demzufolge war dort ein Punkt oder sogar mehr nicht so abwegig.
Zuerst in den Ring begaben sich unsere ehemalige deutsche Jugendmannschaftsmeisterin Carolin Schwarz sowie Karsten Jacobs, der sich in den letzten Starts zu einem richtigen Shooting Star entwickelt hat, hatte er doch noch vor nicht einmal einem Jahr mit 400er Zahlen angefangen und war nun schon bei 650 angelangt. Das bestätigte er, indem er sich in einem spannenden Fight gegen Heinz Görgen, 670 (7), mit seinen super 666 (6) mit nur 4 Holz geschlagen geben mußte. Carolin aber, die nicht so richtig auf Touren kam, schlug Katharina Weis, die nach 82 Wurf verletzt aufgeben mußte und durch Sven Tilsner ersetzt wurde, mit 690 (8) gegen 578 (1) haushoch, so dass wir nach dem ersten Block mit 108 Holz führten.
Diesen Vorsprung wollten sich unsere alten Hasen Dieter Müller und Jörg Emde nicht mehr ganz abnehmen lassen, was ihnen letztendlich auch gelang. Zwar verloren sie gegen das Schlußduo von Hülzweiler Werner Schäfer, 665 (5), und Thomas Müller, 661 (4), einen großen Teil ihres Polsters, aber mit 641 (3) von Dieter und 612 (2) von Jörg, der etwas abfiel, gewannen sie im Endeffekt das Match doch noch mit 35 Holz. Wieder drei Auswärtspunkte für unsere 3. Wo führt das nur noch hin . . .
Warten wir`s mal ab.

Leider konnte unsere 4. mit den Siegen unserer ersten drei Mannschaften nicht mithalten und verlor ihren Heimkampf gegen Besseringen 3, was aber wie anderswo schon erwähnt, bestimmt kein Beinbruch ist. Jeder hat einmal angefangen und das Wichtigste ist halt, dass die Mannschaft komplett ist und man keinen Start zu schenken braucht. Für die Mannschaft spielten Benjamin Jacobs, der sich mit 505 (2) nun in den 500ern etabliert hat, sein Bruder Karsten Jacobs, mit 638 (6) wieder Bester der 4., Michael Brecker, 503 (1), hat zunehmend Probleme mit seinem linken Gassenwurf, und last not least Schlußstarterin Kerstin Schwarz, die mit 585 (3) der 600er Marke immer näher rückt.

Alles in Allem mit 9 Punkten ein gelungener Starttag, der natürlich abends gebührend gefeiert wurde. So könnte es glatt weitergehen, was uns natürlich nicht durchgeht.


5. Spieltag:
 
Der 5. Spieltag servierte unseren ersten beiden Mannschaften gleich zwei dicke Brocken: die 1. empfing Ludweiler 1, über Jahrzehnte unser größter Rivale, die 2. mußte bei Überherrn 3 antreten, dem größeren Bruder von BS 4, bei dem wir am letzten Starttag glücklich gewonnen hatten.

Bei der 1. fing es schon nicht so gut an, als Klaus Hermann bereits dienstags gegen Andy Brecker, der wegen Mittagschicht vorstarten mußte, antrat und nur ein Schatten seiner selbst gegenüber seinen vorigen Starts war: Klaus, von dem man in den vergangenen Starts Zahlen von 750 aufwärts gewohnt war, kämpfte gegen Andy um die 700, lag vor der letzten Räumgasse sogar 2 Holz hinter seinem Kontrahenten und konnte sich schließlich doch noch etwas absetzen, weil Andy sich einen Fehlwurf leistete und Klaus mehr oder weniger glücklich zwei Blanke durchbrachte. Endresultat: Klaus 718 (6), Andy 704 (5). Uff, nochmal gutgegangen: wir führten immerhin mit 14 Holz (Nicht viel aber wenig !)

Samstags darauf wollte Sascha Kern es gleich wissen und brannte darauf, seine Schmach vom letzten Start (697) zu sühnen. Ausgerechnet Klaus Federspiel, der unsere Bahn eigentlich noch nie richtig erwischt hatte, war Sascha`s Opfer: mit sehr guten 740 (9) nahm er Klaus, 669 (1), nie zu seinem Spiel findend, ganze 71 Holz ab, was uns den beruhigenden Vorsprung von nunmehr 85 Holz bescherte. Sascha jedoch war mit seiner Leistung noch bei Weitem nicht zufrieden: da war noch bedeutend mehr drin, meinte er. Hoffentlich beim nächsten Mal . . .
Dritter im Bunde auf unserer Seite war Jungstar Michi Krüger, der sich vorgenommen hatte, Jörg Peters, Ludweilers besten Mann in Schach zu halten. Jörg hatte im vorigen Jahr immerhin 761 geschafft und war mit seinem Vater Hans Garanten für unseren Punktverlust. Michi  war also gewarnt und ging deshalb umso konzentrierter ans Werk. Leider war es dieses Mal Michi, der etwas abfiel (bei uns gibt es ja in jedem Start immer einen Anderen, der abstürzt !!!) und mit kläglichen 703 (4) nicht nur Jörg hinterherlief, sondern leider Gottes auch hinter Andy blieb, was in Hinblick auf den Zusatzpunkt schon schlechter war. Was aber trotz dieses Ausrutschers noch wichtiger war: Jörg hatte auch keinen guten Tag und blieb mit 720 (7) ziemlich unter seinen Möglichkeiten und diese Tatsache vergrößerte unsere Zuversicht auf eine volle Punktzahl wieder.
Nun war es an Fritz Hepper, einerseits seinen Gegner Harald Velten im Auge zu behalten, als auch über Jörg zu kommen, damit da nichts anbrannte. Aber zur Zeit brauchen wir uns um Fritz zuhause keine Sorgen zu machen. Wie gewohnt spulte er sein Programm herunter, ließ Harald überhaupt keine Chance, zumal der nur um die 330 wechselte, und verließ schließlich die Arena mit Bestzahl 740 (10), nachdem Harald, die zweite Bahn besser spielend, mit 697 (3) herauskam.
Ludweilers Schlußstarter Hans Peters, der alte Fuchs, rechnete blitzschnell aus, dass wir es ihm eigentlich leicht gemacht hätten, denn er bräuchte "nur" 740 zu spielen, dann wäre unser Punkt weg, egal was unser Schlußmann Markus Kalb werfen würde. Und da Hans im vergangenen Jahr schon mal 746 gesehen hatte, müßte es doch dieses Jahr erst recht zu schaffen sein.  Dachte er . . .
Aber wie so oft im Kegeln kam es mal wieder anders als erwartet: während Markus ganz normal spielen konnte, mußte Hans ja angreifen,  um sein Ziel 740 zu erreichen. Aber wie schon viele Andere in dieser Saison mußte auch er feststellen, dass es im Moment ein w e i t e s Ziel ist, diese 740. Und als er auch nicht viel besser wechselte als sein Clubkamerad Harald, ging er emotionslos auf die zweite Bahn, um dann letztendlich mit 688 (2) aufzuhören. Markus, dessen einziges Vorhaben es war, über Jörg zu kommen, spielte auch glanzlos, erfüllte immerhin sein Miniziel und verließ die K(r)ampfbahn mit 726 (8).
Natürlich tut es mir leid für meinen Freund Andy, der fast Alles dafür gegeben hätte, wie im vorigen Jahr einen Punkt zu entführen, aber es kam halt anders. Das ist Kegeln. 

Die 2. mußte wie gesagt bei BS 3 antreten und beim Eintreffen dort wurde uns schon klargemacht, dass wir -  im Hinblick auf den glücklichen Sieg gegen ihre 4. -  heute gar nichts zu erwarten hätten. Gut, keine Schande, in Überherrn gegen die 3. in voller Besetzung 3:0 zu verlieren, aber erst mußte gespielt werden. Natürlich war das Alles nicht so ernst gemeint und wir gingen ganz locker in den Fight.
Los ging`s mit meinem Jüngsten, David, der darauf brannte, sich mit seinem Trainer Horst Lieberwirth, bei dem er jeden Mittwoch antreten muß, zu messen und ich stellte mich diesbezüglich auf ein interessantes Aufeinandertreffen ein. Meister gegen Lehrbub, schauen wir mal . . . Die zweite Paarung bestand aus Timo Trampert gegen Überherrns Hubert Muller, mit Horst auch ein schwerer Brocken.

David und Horst begannen auf Bahn 3 bzw. Bahn 4 und Beide kamen gar nicht auf Touren. Hatte David im letzten Start seine ersten Bahnen 3 u. 4 mit 390 gewechselt, kam er dieses Mal gerade mal mit 352 heraus, aber Horst mit nicht viel mehr. Unerklärlicherweise machten Timo und Hubert es ihnen nach, so dass Keiner dem  Anderen wehtat. Aber während die anderen Drei genauso weitermachten, Timo sogar noch schlechter wurde, kam David`s große Stunde: endlich hatte er den Mut, anzugreifen, die Kugeln liefen plötzlich ganz anders, viel besser, sein Selbstvertrauen stieg und nun konnte man sehen, warum er vor kurzem im Training über 800 kam. Er spielte schließlich seine beiden letzten Bahnen 1 u. 2 mit 406, um damit mit 756 (8) runterzukommen und demzufolge seinem Trainer und Meister, dessen Zählwerk auf kläglichen 704 (2) stehenblieb, doch ganze 52 Holz abzunehmen. Natürlich war Horst hin- und hergerissen: enerseits ärgerte er sich über seine sauschlechte Zahl und die Niederlage gegen seinen Zögling, andererseits freute er sich über David`s gute Leistung, hatte dieser doch Vieles umgesetzt, was Horst ihm beigebracht hatte.
Aber wie gewonnen so zeronnen: Fast den gesamten Vorsprung, den David herausgeholt hatte, verlor Timo, dem einfach gar nichts gelang, wieder, indem er mit 674 (1) gegen die auch nicht berauschenden 721 (5) von Hubert den Kürzeren zog.
Nun kam es zu der Begegnung Lokalmatadorin Petra Hewer gegen unseren Klaus Hermann. Ich will es kurz machen: von Petra erwartete man mindestens 750, von Klaus wußte man nicht, wie er die Bahnen 1 und 2 erwischen würde: bekam er sie gut, könnte er Petra Paroli bieten, kriegte er sie nicht, müßte er mit 720 und weniger zufrieden sein. Leider kam es so, dass Letzteres eintraf: während Petra ganz souverän ihre Heimstärke demonstrierte und mit starken 765 (9) die Bahn verließ, holte die Angst vor Bahn 1 und 2 Klaus wieder ein und nach einem kläglichen Wechsel, schaffte er es doch noch, mit 714 (4)  wenigstens Horst zu übertreffen.
Na gut, da es sowieso utopisch war, mit einem Sieg zu liebäugeln, standen unsere Chancen aber auf den Zusatzpunkt durch die starke Zahl von David und das gleichzeitige schlechte Abschneiden von Horst und Hubert gar nicht mal so schlecht. Wenn es einem von unseren Schlußstartern gelingen würde, über Horst und Hubert zu kommen und einer von Überherrn`s letzten Zwei unter David bleiben würde, hätten wir es geschafft.
Aber es wäre nicht Überherrn 3, wären da nicht noch zwei hochkarätige Kaliber beim Schlußstart und zwar Pascal Ettelbrück (letzte Heimstarts 786, 785, 751), ohne Worte, sowie Roland Uhl, ein Urgestein von BS 3 und immer in der Lage, über 750 zu kommen. Auf unserer Seite mußte ich in den Schlußfight und mein Namensvetter Volker Jacob, im letzten Start gegen BS 4 mit 696 Affe . . .
Also nach dem Papier keine rosige Aussichten auf den Punktgewinn, sollten unsere Gegner nur annährend ihre Zahlen spielen. Aber wie man immer sagt: zuerst muß gespielt werden.
Verrückterweise bekam von uns Vieren eigentlich nur Roland alle Bahnen, Pascal, den  man eigentlich als Stärksten eingeschätzt hatte, kriegte gar nichts auf die Reihe, bei mir lief es auf den ersten beiden Bahnen sehr verhalten, später dann  nichts mehr  (also wie so oft: schwach angefangen und dann stark nachgelassen !) und Volker, den man insgeheim schon abgeschrieben hatte, wuchs über sich hinaus. Im Einzelnen also: Roland spielte sehr souveräne 775 (10), konnte aber nicht verhindern, dass sein Gegner Volker sich mit hervorragenden 734 (7) die nötigen EWP zum Zusatzpunkt erspielte, da, trotz enormen Schlußspurt von Pascal, der auf nur 721 (6) stehenblieb und somit der Zusatzpunkt schon erreicht war. Da spielten die schwachen 712 (3) von mir keine Rolle mehr. Mein Ziel am Schluß war nur noch,  Horst zu übertreffen, wenigstens das ist mir gelungen. Aber wenn ich die 2 Holz, die ich im letzten Start gegen David gewonnen hatte, als WELTEN bezeichnete, was waren denn dann die 44 Hölzchen, die er mir nun abgeknöpft hat ? U N I V E R S E N ?

Aber egal: unsere Zweite hat nunmehr in vier Auswärtsspielen 8 Punkte ergattert und das als Aufsteiger. Na, wenn das keine Leistung ist. Alle Achtung.


Unsere 3. mußte an diesem Spieltag ins Elan nach Schaffhausen gegen deren 2. Mannschaft. Ich will es kurz machen: Alles Andere als ein Sieg dort wäre eine Blamage gewesen. Und man wußte im Vorfeld, dass die Mannschaft bei einem Sieg und gleichzeitiger Spielfreiheit der Konkurrenten die Tabellenspitze übernehmen würde. Und so kam es dann auch: mit durchwachsenen Zahlen von Carolin Schwarz, mit 686 (8) wieder mal Beste, Dieter Müller, 630 (7), Jörg Emde, 606 (5) und schließlich Birgit Emde, die schon immer mit dieser Bahn auf Kriegsfuß stand, 532 (3), steuerte man einen unangefochtenen Sieg entgegen und setzte sich tatsächlich an die Tabellenspitze, wo man immerhin die nächsten 4 Wochen während der Herbstferien thronen wird. Aber Jeder weiß, dass man z. B. gegen Köllerbach 3 oder Besseringen 3 aller Voraussicht nach wenig Chancen haben wird. Aber egal: wenigstens 1 mal Tabellenführer. Das kann uns Keiner mehr nehmen.


Unsere 4. hatte wie erwartet in Losheim nichts zu ernten und verlor dort mit satten 405 Holz. Aber wie in fast jedem Kampf gibt es auch wieder etwas Erfreuliches zu berichten: Alle vier spielten gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass man diese Bahn noch nie gesehen hatte. Benjamin Jacobs hat die 500 er Schwelle jetzt endlich überwunden, 521 (1), Michael Brecker hat sich nach seinen letzten Starts auch wieder aufgerappelt und sich mit 537 (2) gesteigert, auch Birgit Emde kam mit 570 (3) gut zurande, aber den Vogel abgeschossen hat ohne Zweifel Kerstin Schwarz, die mit 634 (5) einen Riesensatz über die 600er Marke geschafft hat. Alle Achtung, Kerstin, wenn man bedenkt, dass ihr erster Start noch bei 496 gelegen hatte.
Trotz der Niederlage hatte man dennoch einen neuen Mannschaftsrekord auswärts erzielt. Ein sicheres Zeichen, dass es aufwärts geht. Weiter so.



6. Spieltag:

Vergangenes Wochenende hatte unsere 1. schon wieder Heimstart und zwar gegen Überherrn 4, denen unsere 2. auf deren Geläuf 3 Punkte entführt hatte. Ergo ein klarer Fall für wieder volle Punktzahl, sollte man meinen. Aber man sollte keine Mannschaft von Überherrn unterschätzen, das mußten wir schmerzlich erfahren. Es ging schon los, als Sascha Kern gegen Hans-Peter Haffner zuerst Holz verlor und sich dann auf alle Hinterfüße stellen mußte, um am Schluß doch noch mit 749 (9) die 745 (8) von Hans-P. zu übertrumpfen.  1. Warnschuß ! Nun machten wir den 1. Fehler: Abgesprochen war, dass David, mein Jüngster, als Zweiter auf die Bahn sollte. Aber als man gesehen hatte, gegen wen er da antreten sollte, hätte man sofort reagieren müssen und einen heimstärkeren Spieler gegen Thomas Klein stellen sollen, den ich als stärksten Überherrner einschätze. Und da Jeder von uns weiß, dass David z.Z. überall ansehnliche Zahlen spielt, nur nicht daheim (Heimbahnkomplex wie ich !) hätte David unbedingt gegen einen schwächeren Gegner, etwa gegen Mathias Ley, antreten müssen. So kam, was kommen mußte, nach anfänglichem guten Beginn wurde David immer nervöser, auch weil Thomas sehr gut spielte und durch David`s Abfallen immer stärker wurde, und verließ die Bahn der Schande (aus seiner Sicht !) mit Tränen in den Augen. Es waren ja nicht die 56 Holz, die er mit 676 (3) gegen 732 (7) von Thomas verlor, sondern halt die Tatsache, dass er überall viel besser spielt und zuhause derart abstürzte.
Aber geschehen ist geschehen und trotz dieses Rückstandes machten wir uns gar keine Sorgen, dass wir dieses Match verlieren könnten.
Nun griff unser Michi Krüger gegen Michael Freichel ins Geschehen ein und was soll man sagen: mit einem fürchterlichen Beginn: in seiner ersten Vollegasse 91 !!! (mit Abwurf !). Endeffekt: Nach Steigerung noch 723 (6) gegen 716 (4) von Michael, aber eben, ich will es vorwegnehmen, 10 Holz zuwenig.
Nun war Allen klar: wollten wir diesen Kampf noch mit 3:0 gewinnen, mußten unsere beiden Schlußstarter Fritz Hepper und mein Ältester, Markus, über Hans-Peter kommen und mindestens einer von Überherrn, Mathias Ley oder Heinz Wilhelm unter David bleiben.  An den Schlußstartern von BS 4 lag es nicht, sie taten uns sogar den Gefallen, beide unter David zu bleiben und zwar kam Mathias auf 579 (1) und Heinz auf bescheidene 657 (2), also hatten unsere beiden Mannen es in der Hand, aus eigener Kraft alles klarzmachen. Nach sehr gutem Wechsel von 382 war Fritz eigentlich auf Kurs, mußte er doch nur noch 351 spielen, um über Thomas zu kommen. Leider lief es auf der linken Bahn durch widrige Umstände (Tota laufend "gesprungen", Hölzer fielen immer um usw.) so schlimm, dass Fritz immer wütender wurde und er letztendlich wegen des schon berüchtigten Hepperschen Dickkopfes auf 720 (5) stehenblieb. Nun war klar: Markus konnte spielen, was er wollte, der Punkt war bereits weg. Wenigstens zeigte er noch seine Heimstärke und erkämpfte sich auf seiner schwächeren linken Bahn fast noch 400, nachdem er wegen des Punktverlustes rechts emotionslos begonnen hatte. Sein Endergebnis betrug 759 (10), so dass der Kampf zwar mit fast 200 Holz gewonnen wurde, der Punkt aber leichtfertig verspielt wurde. 

Unsere 2. mußte in Dilsburg antreten und da ich wußte, dass die Damen - Bundesliga spielfrei hatte, mußte man mit einem Einsatz eben aus der Bundesliga rechnen, und bekannterweise ist Dilsburg immer noch amtierender Deutscher Mannschaftsmeister. Aber als wir dort ankamen, mußten wir feststellen, dass Dilsburg nicht nur eine Bundesligafrau einsetzte, sondern gleich deren zwei (und das gegen eine 2. Mannschaft ?). Na gut, uns konnte das nicht wehtun, wir hatten ja nichts zu verlieren. Natürlich kam`s wie`s kommen mußte: unser armer Timo Trampert bekam als Anstarter mit 679 (1) von Diana Dausig mit hervorragenden 804 (9) schon mal kräftig auf die Ohren. Klaus Hermann machte es schon besser, kam immerhin auf 733 (4), mußte aber erneut gegen Karin Breuer mit 806 (10) die Flügel strecken. Das klare Ergebnis täuscht aber über die Tatsache hinweg, dass Karin am Schluß eine 114er Räumgasse hinlegte, Klaus hingegen sein letztes Räumen verschlief, sonst hätte es anders ausgehen können.
Nun lief es wieder normal und mit Adolf Schneider betrat ein "richtiger" Spieler von Dilsburg 1 gegen Sascha Kern die Arena. Trotz der trostlosen Ausgangsposition hatten wir uns geschworen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und um den Punkt zu kämpfen. Das machte Sascha jetzt wahr und nach einem bescheidenen 1. Durchgang mit 352 explodierte er förmlich, spielte auf der rechten Bahn noch 408, um damit mit 760 (8) Adolf, dessen Zählwerk (unter Klaus) auf 731 (3) stehenblieb. Das war schon mal ein gelungener Auftakt auf unserer Aufholjagd. Nun kam es zur Begegnung Volker Jacob gegen Lokalmatador Jörg Ziegler, der schon mehrmals in dieser Saison die 800er Marke übertroffen hatte. Aber heute war nicht sein Tag und Volker hatte ihn eigentlich den ganzen Kampf über im Sack und konnte letztendlich mit 735 (6) nicht nur seinen Kontrahenten mit 722 (2) übertrumpfen, sondern kam auch über Adolf, so dass wir bereits 6 Überspielungen hatten. Das hieß für mich als Schlußläufer, dass, wenn ich die 722 von Jörg erreichen würde, mein Gegner Jens Lambert spielen könnte, was er wollte, der Punkt wäre in trockenen Tüchern. Natürlich wollte ich mich nicht mit diesem Miniziel zufriedengeben, sondern wollte wie meine beiden Vorgänger meinen Gegenspieler auch in  Schach halten, was schwer werden würde, war doch Jens sehr heimstark. Erstaunlicherweise hielt ich gegen Jens auf meiner linken Angstbahn gut mit und konnte ihm sogar beim Wechsel einige Holz abknöpfen. Dann spielten wir uns in unseren Vollengassen  in einen wahren 9er Rausch, Keiner stand dem Anderen nach und das Publikum draußen war begeistert. Letztendlich fehlte mir am Schluß ein Blanker, um Sascha zu übertreffen. Gelang mir aber nicht mehr, was jedoch völlig irrelevant war: ich hatte mit 756 (7) meinen Gegner Jens, 735 (5), niedergerungen, die Mannschaft hat trotz Bundesligahilfe des Gegners einen Punkt ergattert, was wollte man mehr? Es war der 9. Punkt im 5. Auswärtsspiel und das bei einer 2. Mannschaft und dazu noch Frischling in der Bezirksklasse. Kann man nur sagen: Hut ab !


Bei unserer 3. kam es zum Duell gegen den haushohen Favoriten Köllerbach 3, bei dem es eigentlich nur einen Gewinner geben konnte, nämlich Köllerbach. Ist man doch durch das Hizukommen von etlichen Hülzweiler Landesligaspieler nicht nur in der ersten und zweiten Mannschaft viel stärker geworden, sondern eben auch in der dritten.
So kam es dann auch: Schon Jörg Emde verlor als Anfangspieler  mit 612 (4) bereits 100 Holz gegen Dietmar Röder, der mit 712 (8) Bestzahl erreichte. Dieter Müller, der mit 608 (3) auch nur ein Schatten seiner selbst war, konnte zwar dem jungen Marco Schleunig, 561 (1), noch 47 Holz abknöpfen, aber das war`s dann auch schon: Carolin Schwarz konnte es nicht verhindern, dass, obwohl sie mit 681 (5) mal wieder Mannschaftsbeste war, sie von dem alten Hasen Urban Schütz mit 695 (6) doch noch übertrumpft wurde. Als dann unser Shooting Star Karsten Jacobs, der in den letzten Starts immer mit weit über 600er Zahlen super Ergebnisse erreicht hatte, mit 566 (2) auch regelrecht abstürzte und gegen die 704 (7) von  Klaus Kelkel weitere 138 Holz verlor, war die höchste bisher erlittene Niederlage perfekt. Aber was soll`s? Gegen diese Köllerbacher Mannschaft wird wohl in dieser Klasse Niemand eine Chance haben.

Viel leichter hatte es da einen Tag später unsere 4. in ihrem Heimspiel gegen SKC Schaffhausen 2. Trotz mäßiger Zahlen von Benjamin Jacobs, 492 (4), und seinem Bruder Karsten, der den Absturz einen Tag vorher noch nicht überwunden hatte und mit 540 (6) noch schlechter als zuvor spielte, behielt man die Oberhand und auch die mageren 496 (5) von Kerstin Schwarz änderten nichts an der Sachlage, weil Schaffhausen es nicht fertigbrachte, die Gunst der Stunde zu nutzen und das Spiel an sich zu reißen. Großes Lob aber unserem Jungspieler Michael Brecker, der mit 582 (8) über sich hinauswuchs und es tatsächlich schaffte, an diesem Tag Bestman zu sein. Alle Achtung, Michael. So kam es, dass man trotz dieser etwas schwächlichen Zahlen trotzdem mit 141 Holz Vorsprung 3 Punkte einheimste.

7. Spieltag:

 
Die Konstellation des letzten Spielwochenendes wollte es so, dass die 1. beim haushohen Meisterschaftsfavoriten Köllerbach 2 antreten mußte, das ja, wie bereits erwähnt,  sich durch die Hülzweiler Spieler enorm verstärkt hatte. Laut Papier dürfte kein Anderer als Köllerbach 2 Meister werden, und auf ihrer Heimbahn hingen die Trauben dementsprechend sehr hoch. Also war unser Ziel, einen Punkt zu ergattern,  hoch gesteckt. Aber kämpfen darum wollten wir auf jeden Fall.
Da mein Jüngster, David, in verschiedenen Jugendstarts die Bahn eigentlich nicht schlecht erwischt hatte, sollte er mit Fritz Hepper den Reigen beginnen und zwar gegen den sehr starken Christof Zapp und "Altmeister" Klaus Kurz. Nach anfänglich schlechtem Beginn auf Bahn 3 kam David aber immer besser zurecht und es gelang ihm, Christof, dem im gesamten Verlauf nicht viel gelang, mit furiosem Schlußspurt mit 727 (2) gegen 727 (1) niederzuhalten. Fritz machte es umgekehrt, fing super an, um dann nachzulassen und mit 732 (3) gegen Klaus, der mit letzter Kraft sich auf seiner Schlußbahn 3 mit etlichen "Schlupfkränzen" noch auf 760 (6) rettete, doch noch den Kürzeren zu ziehen. Immerhin war Fritz auch über Christof, also schon zwei Überspielungen. Lief nicht so nach Plan, aus Köllerbacher Sicht.
Nun warfen wir unseren zweiten Jungstar Michi Krüger gegen den wohl besten Köllerbacher, Hubert Braun, ins Gefecht. Michi ließ sich nicht einschüchtern, spielte ruhig sein Pensum herunter und verließ schließlich mit hervorragenden 766 (7) gegen die zwar besseren 789 (9) von Hubert die Bahn, aber er war über Klaus, das war die Hauptsache.
Nun kam es zum Duell der Meister: Mein Bruder Michael und mein Sohn Markus gegen Jungstar Timo Metzger, zuhause auch schon über 800 gespielt, und Peter Meier, "Ministerpräsident" von Köllerbach und eigentlich 1. Mannschaftsspieler (Landesliga !). Aber egal: Wenn unsere beiden Strategen über Christof und einer sogar über Klaus kämen, konnte Köllerbach spielen, was es wollte, wir hätten unser Ziel erreicht. Immer vorausgesetzt, dass beide Köllerbacher über unseren Michi kämen, denn wenn nicht, wäre sowiso alles klar gewesen.
Nach dem Wechsel sah tatsächlich alles nach einem Punktgewinn unsererseits aus, wechselte doch Timo nur mit 352, gerade mal 6 Holz weniger als Markus, dem bis zu diesem Zeitpunkt gar nichts gelang.Dagegen gaben die souveränen 385 von Michael den Köllerbachern doch arg zu denken. Man konnte sich vorstellen, dass der Gegner sich mit dem Punktverlust bereits abgefunden hatte, hörte man in dieser Phase doch keinen Mucks von ihm.
Doch dann kam einerseits Timo`s große Stunde und Michael`s großer Abfall: während Timo die Bahn 2 prügelte, kam Michael über Schnitt nicht hinaus. Alles hing nun von der jeweils letzten Bahn ab:
ich will es vorwegnehmen: Michael mußte im letzten Räumen 2 Blanke werfen, dann waren wir durch. Timo mußte fast 100 räumen und Michael sein Ziel nicht erreichen, dann war Köllerbach durch.
Und genau so kam es dann auch: Michael fabrizierte sogar noch einen Fehlwurf, während Timo mit 2 Schlupfkränzen (à la Klaus vorher !) einen Traumstart hinlegte, etliche "richtige" 9er hinterher donnerte, um sich am Schluß mit noch einem Schlupfkranz den Anwurf zu sichern, was zur Folge hatte, dass er damit mit 770 (8) tatsächlich noch über unseren Michi kam. Michael blieb bei 744 (5) hängen, während Markus wenigstens sein Miniziel, über Hubert und David zu kommen, erreichte und die Bahn mit 728 (3) verließ. Jetzt hätte ich in der Aufregung doch tatsächlich fast Peter vergessen, dessen Zählwerk auf "mageren" 798 (10) stehenblieb, aber nur deshalb, weil dem alten Bierkegler beim zweitletzten Wurf zuwenig Bier für einen Blanken geboten wurde, sonst hätte er die 800 übertroffen. Trotzdem: souveräne Leistung.
Tja, so dicht hängt Glück und Pech zusammen: 5 Minuten vorher war noch alles klar, nun hatten wir gar nichts. Und dann war wieder die Hölle los: Da wurde auf einmal wieder die "Schniss geschwad: Bei uns macht Keiner einen Punkt..., jetzt hält uns Keiner mehr auf..., und  und  und. Alles nachzuvollziehen.
Aber was war denn passiert: wir haben lediglich den in greifbarer Reichweite liegenden Punkt wieder hergegeben. Dumm,  aber die Saison ist noch lang . . .

In der 2. ging es bei Weitem nicht so spannend zu. Wegen eines Wochenendevents in Karlsbrunn mußten Hans und Jörg Peters bereits mittwochs vorspielen und zwar gegen Klaus Hermann und mich. Ich trat als Erster gegen Jörg an und nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen behielt ich am Schluß mit 735 (9) gegen Jörg`s 728 (8) knapp die Nase vorn. Klaus machte es besser, ließ Hans keine Chance und verschaffte uns mit hervorragenden 758 (10) gegen 686 (4) schon einen beruhigenden Vorsprung von 79 Holz.
Samstags dann mußte sich auf unserer Seite Volker Jacob mit dem Ludweiler Harald Velten messen und nahm ihm mit 705 (6) gegen 689 (5) weitere 16 Holz ab.
Nun wollte aber Andy Brecker, dessen Leistungsform in den letzten Starts stark nach oben zeigte, endlich etwas dafür tun, dass unser Vorsprung schmolz, indem er unserem Jungstar Sascha Kern den Kampf ansagte. Aber auch er mußte feststellen, dass es auf unserer Bahn zur Zeit ein weiter Weg ist, 740 und aufwärts zu erreichen. Während Sascha ruhig sein Pensum absolvierte und mit 722 (7)zufrieden war, blieb Andy entkräftet bei 676 (2) hängen.
Nun zweifelte eigentlich Niemand mehr an einem klaren 3:0, spielte doch am Schluß unsere "Heimbank" Markus Kalb gegen einen Klaus Federspiel, der unsere Bahnen noch n i e getroffen hatte.
Was soll man sagen: Ob es der Schockt und Ärger über den "verlorenen" Punkt in Köllerbach war, Schmerzen im Knie (Doppelstart), keine Emotion, ich weiß es nicht, wahrscheinlich etwas von allem, auf jeden Fall kam Markus über 682 (3) nicht hinaus und hatte damit noch Glück, dass Klaus nicht über sich hinauswuchs und nur 622 (1) fertigbrachte, sonst wäre am Ende der sicher geglaubte Punkt auch noch flöten gegangen. Das hätte zu dem Wochenende gepasst.
Aber gottseidank ist hier alles gutgegangen, was mir, wenn ich ehrlich bin,  umgekehrt lieber gewesen wäre. Doch das Leben ist halt kein Wunschkonzert.

Während die 3. spielfrei war, mußte unsere 4. nach Lebach gegen Hülzweiler 3 reisen. Karsten Jacobs wollte unbedingt anfangen und beweisen, dass die letzten Starts unter 600 nur Ausrutscher waren. Es gelang ihm auch, denn sein Zählwerk blieb bei 615 (5) stehen. Leider bekam er von seinem Gegner 87 Holz abgenöpft, was natürlich keine Schande ist. Auch die anderen drei Mannschaftskameraden mußten sich ihren Gegnern beugen. Benjamin Jacobs blieb bei 460 (1) hängen, Michael Brecker bewieß mit 576 (4) seine aufsteigende Form (bald hat er seinen "Alten" im Sack !). Nur Kerstin Schwarz blieb mit 532 (2) etwas unter ihren Möglichkeiten.
Es war zwar eine hohe Niederlage, aber was ich immer sage: die Mannschaft hat komplett gespielt, ist immer zusammen und hat noch keinen Kampf zu schenken brauchen. Das allein zählt. Irgendwann stellen sich dann auch Erfolge ein.

8. Spieltag:

Nach dem verkorksten Start unserer 1. in Köllerbach mußte unsere 2. sich nun mit dem "heissen" Meisterschaftsanwärter hier zuhause herumschlagen. Anschließend kam dann mit BS Überherrn 3 der nächste dicke Brocken an diesem Samstag, gegen den sich unsere 1. bewähren mußte. Hatte man doch noch schmerzlich in guter Erinnerung, dass man kürzlich erst am Boden kniete, inständig flehend, BS 4 wolle doch bitte, bitte den Zusatzpunkt mitnehmen, ein Geschenk, das Überherrn natürlich gern annahm.
Dass man aber fest entschlossen war, solch ein Missgeschick gar nicht mehr aufkommen zu lassen, bewieß mein Bruder Michael, als er in einem von Hubert Muller beantragten Vorstart donnerstags, diesem nicht den Hauch einer Chance ließ und Hubert mit 777 (10) (Heissa !!) zu 704 (5) regelrecht überrollte. Also schon mal ein beachtlicher Vorsprung von 73 Hölzchen.
Das war der Stand der Dinge, als Köllerbach 2 dann am Samstagmorgen nach dem furiosen 3:0 gegen die 1. eine Woche zuvor mit stolzgeschwellter Brust hier eintraf, um das begonnene Meisterwerk hier gegen unsere 2. fortzusetzen. Es überraschte mich keineswegs, dass man, um gar nichts anbrennen zu lassen, mit Daniel Braun noch einen 1. Mannschaftsspieler mehr ins Aufgebot nahm. Allein daran konnte man erkennen, dass man gar kein Risiko eingehen wollte und keinesfalls gewillt war, die Kampfstätte hier mit nur einem Punkt zu verlassen . . .  Aber wie heißt es doch immer: zuerst muß gespielt werden.
Den Auftakt machte auf unserer Seite Sascha Kern, der sich mit Christof Zapp, einer von Köllerbachs stärksten Auswärtsspielern, messen mußte. Der Fight ging hin und her, bis der erfolgsgewohnte Christof am Schluß mit 734 (8) gegen Sascha`s 741 (9) 7 wichtige Holz verlor. Kein schlechter Auftakt also.
Als nächtes Highlight stand der schon öfter stattgefundene Kampf der Alten Säcke auf dem Programm, nämlich Klaus Kurz gegen mich. Ich hatte mit Klaus noch eine Rechnung offen, hatte er mich beim letzten Aufeinandertreffen mit einer furiosen letzten fast 100er Räumgasse niedergemacht. Nun sollte also die Revanche kommen. Und sie kam, gottseidank. Nachdem wir uns auf unserer 1. Bahn nichts geschenkt hatten, mußte halt die 2. entscheiden. Und während ich meine Schlußbahn mit 380 endlich mal ordentlich erwischte, blieben dieses Mal die Blanken auf Klaus`letzter Räumgasse aus, so dass sein Zählwerk auf 695 (1) stehenblieb. Meine 723 (5) werden zwar Viele mitleidig belächeln, aber wer meine Zahlen zuhause kennt, weiß, dass das schon ein Riesenerfolg für mich war.
Nun kam es zum eigentlichen Schlüsselkampf des gesamten Matches: Köllerbachs bester Mann Hubert Braun gegen unsere Heimbahnbank Markus Kalb. Das Resultat dieser Begegnung konnte womöglich eine Vorentscheidung auf den Ausgang des Aufeinandertreffens sein. Sollte es Markus gelingen, Hubert in Schach zu halten, hätten wir die halbe Miete für einen Sieg geschafft. Außerdem hatte Markus, dem in Köllerbach vorige Woche gar nichts gelang, noch eine Scharte auszuwetzen. Dementsprechend spielte er auch bravourös auf und Hubert hatte seine liebe Mühe, an Markus dranzubleiben. Trotzdem lag er beim Wechsel um Einiges hinter Markus, wollte natürlich dementsprechend auf seiner 2. Bahn aufholen und sogar Markus noch überholen. Aber nachdem Hubert seine erste Räumgasse auf seiner Schlußbahn völlig vergeigte, konnte auch ein guter Schlußspurt nicht verhindern, dass ihm Markus mit guten 756 (10) doch weitere 30 Holz abknöpfte. Immerhin reichten Hubert`s 726 (6) für mich, was aber im Moment gar nicht relevant war, wollten wir doch nur den Kampf gewinnen. Die Tatsache allerdings, dass wir nun mitlerweile 60 Holz führten, ließ unsere Hoffnung wachsen. Etwas erleichtert war ich zudem, als ich erfuhr, dass Peter Meier, der auch dabei war, gar nicht spielte, weil er mit der 1. nach Oberthal fahren wollte und dort Einsatz hatte.
Für Peter setzte man stattdessen Daniel Braun aus der 1. ein, der unsere Bahn noch nie gespielt hatte. Wohlmöglich ein Vorteil, wer weiß? Ich kann es vorwegnehmen, es war keiner. Er mußte gegen meinen Bruder Michael antreten, der zwar bei Weitem nicht an das Ergebnis seines Vorstarts herankam, aber doch noch in der Lage war, mit 729 (7) Hubert zu überspielen. Er hatte aber zu jeder Zeit des Kampfes die Kontrolle über Daniel, der es auf 714 (2) brachte. Nun wußten wir, dass dieser Kampf mit 75 Holz Vorsprung gewonnen war, denn das würde sich unser Schlußstarter Klaus Hermann nicht mehr abnehmen lassen.
Gespannt war man natürlich, wie Köllerbachs Jungstar Timo Metzger, der, man erinnere sich, uns in Köllerbach vorige Woche mit seinem furiosen Endspurt den Punkt gekostet hat, agieren würde, um dieses Ereignis  womöglich zu wiederholen. Aber nach einer verkorksten 1. Bahn (Wechsel 339)war bei Köllerbach alle Hoffnung auf den Zusatzpunkt dahin. Klaus hingegen wechselte mit souveränen 372 und konnte das Ganze nun gelassen angehen. Zu gelassen für meinen Geschmack: Auf einmal fing er an, zu suchen, sich zu ärgern, zu diskutieren, kurz alles, was man im Kegeln nicht gebrauchen kann: Ergebnis: Er schaffte es gerade noch, mit 715 (4) vor Daniel zu kommen, und auch Timo, dessen Schlußbahn etwas besser lief, auch noch mit 714 (3) hinter sich zu lassen.
So hatten wir, man glaubt es kaum, nicht nur gewonnen, sondern auch alle 3 Punkte zuhause behalten. Natürlich muß man fairerweise dazusagen, dass wir Köllerbach auf dem falschen Fuß erwischt haben und mächtig Glück hatten. Aber das hatte Köllerbach im vorigen 3:0 gegen unsere 1. auch. Also:
Honi soit, qui mal y pense ! (Ein Schuft, der schlecht darüber denkt !)

Nach dieser Schützenhilfe unserer 2. erkannte man die Gunst der Stunde und mit dem enormen Vorsprung nach Michael`s Vorstart im Rücken, wollte die 1. natürlich nichts mehr anbrennen lassen gegen BS 3 Überherrn. Ich will es dieses Mal kurz machen: Gegenüber dem Fight eben noch kam keinerlei Spannung mehr auf: Klaus Hermann, eben noch Schlußstarter der 2. ging sofort wieder auf die Bahn, machte es dieses Mal besser und nahm mit 737 (9) seiner Gegnerin Petra Hewer, 671 (2), weitere 66 Holz ab.
Das nächste Paar bestand aus unserem Jungstar Michi Krüger und Altmeister Horst Lieberwirth, schon seit je her mit unserer Bahn auf Kriegsfuß stehend. Dementsprechend spielte er auch. Während Michi mit 710 (7) nicht gerade seinen besten Tag erwischte, ging bei Horst gar nichts und er blieb auf 645 (1) hängen. Auch Roland Uhl, bester Überherrner Auswärtsspieler, kam nicht zurecht, erreichte ebenfalls mit 693 (3) keine 700 und unterlag  unserem Fritz Hepper, der sich ebenfalls "zurückhielt" und lediglich 713 (8) erkämpfte. Als dann aber auch Überherrns Schlußstarter Pascal Ettelbrück sich ebenfalls anstellte, mit der 700er Marke zu kämpfen, sah es doch tatsächlich nach einer Höchststrafe für Überherrn aus, die nur daran scheiterte, dass unser Jugendspieler David bei seinem zweitletzten Wurf die rechte hohe Gasse nicht richtig erwischte, deshalb keinen Anwurf mehr hatte und sich mit für ihn sehr guten 702 (4) Pascal, der auf 704 (6) kam und mit Hubert (5) gleichzog, beugen mußte. Mit David`s letztem Anwurf hätte er Beide übertroffen und das 40:15 wäre perfekt gewesen.
Aber 3:0 souverän gewonnen gegen ein BS Überherrn 3, was will man mehr. Und vorher schon 3:0 mit der 2. gegen Köllerbach. Wenn mir das Einer vorher gesagt hätte, ich hätte ihn für komplett verrückt erklärt. Letztendlich kann man sich ja vorstellen, wie diese beiden Siege gebührend begossen wurden.
Unter uns: nicht nur Köllerbach kann nach wichtigen Siegen Bier kalt stellen.

Unsere 3. hatte an diesem Samstag auch ein Hammerspiel und zwar in Besseringen, deren 3. in der Meisterschaft neben Köllerbach 3 auch ein Wörtchen mitreden will. Irgendwie schien man dem Frieden nicht zu trauen, denn an der Aufstellung konnte man erkennen, dass sie zu fünft spielten und einen starken Mann aus der 2. runternahmen. Nun gut, uns konnte es egal sein, denn in punkto Meisterschaft sollen sich Andere Gedanken machen.
Der Kampfbeginn allerdings lief zu unseren Gunsten: Unserem  Jörg Emde gelang es, mit 663 (3) dem alten Haudegen Siegfried Zimmer, 625 (1), immerhin 38 Holz abzunöpfen. Dieter Müller mußte als Zweiter gegen die starke Renate Schwarz antreten und es gelang ihm, mit sehr guten 693 (4) zwar 28 Holz gegen die 721 (6) von Renate zu verlieren, aber immerhin unsere Birgit Emde mit noch 10 Holz Vorsprung auf die Bahn zu schicken. Birgit allerdings hatte keinen guten Tag und wurde genau wie ihr Gegner Hermann Hupperich aus dem Rennen gestrichen.
Als 4. Kämpfer betrat nun unser Volker Jacob die Arena, der sich mit Norbert Schulte messen mußte. Was soll man sagen: die Bahn lief Volker in die Hand und er erkämpfte sich schließlich mit 757 (9) eine Riesenzahl und ließ seinem Gegner, der auf 710 (5) stehenblieb, keine Chance.
Nun führte man plötzlich mit 57 Holz und da unsere Schlußstarterin Carolin Schwarz hieß, immerhin in der Bestenliste unter den ersten drei, keimte sogar klammheimlich Siegeshoffnung in den Köpfen unserer wackeren Streitern auf. Man wußte zwar, dass der Schlußmann Karl-Georg Meiers aus der 2. runterkam, aber wenn Carolin ganz normal spielte und ihre 700 in Angriff nahm, mußten schließlich zuerst die 57 Holz Vorsprung aufgeholt werden.
Aber es kam ganz anders: Carolin hatte einen rabenschwarzen Tag und erspielte sich mit 657 (2) ihr schlechtestes Saisonergebnis. Ihr Gegner provitierte von ihrer Schwäche, wurde immer stärker und nahm ihr schließlich mit 763 (10) über 100 Holz ab, sodass der Fight letztendlich mit 55 Holz verlorenging. Aber sei`s drumm: man hatte einen Punkt geholt, fertig.

Unsere 4. hatte an diesem Tag das Pech, auf dem Geläuf des haushohen Favoriten Köllerbach 3 anzutreten und kam wie erwartet mit 642 Holz Rückstand unter die Räder. Während Kerstin Schwarz, 497 (1), Benjamin Jacobs, 501 (2) und auch Karsten Jacobs mit 517 (3) keine Bäume ausrissen, bestätigte Michael Brecker seine ansteigende Form, und es gelang ihm doch tatsächlich, mit 589 (5) die drohende Höchststrafe abzuwenden, indem er seinem Kontrahenten Marco Schleunig immerhin 2 Holz abzuknöpfen konte. Also wieder mal nur Erfahrung gesammelt in der erst kurzen Daseinsgeschichte unserer 4. Aber tröstlicherweise wird es noch etlichen Mannschaften in Köllerbach so gehen. Also Kopf hoch.


9. Spieltag:

Am letzten Spieltag dieser Vorrunde mußte unsere 2. morgens um 11 Uhr als erste von unseren Mannschaften antreten und zwar in Dillingen, deren 3. zuhause noch keinen Punkt abgegeben hatte. Ich will es vorwegnehmen: nun wissen wir, warum. Aber der Reihe nach: Unsere Anstarter Volker Jacob und Jungstar Mischi Krüger mußten sich mit dem jungen Manuel Nilius und Karl-Heinz Fischer messen. Schon nach den ersten Wechseln konnte man feststellen, dass sowohl Mischi als auch vor allem Volker mit der Griffigkeit der Kugeln zu kämpfen hatte, was sich natürlich stark auf ihr Ergebnis niederschlug.  Während Mischi mit 695 (5) knapp die 700er Marke verfehlte, kam Volker, dessen Schwierigkeiten größer waren, gerade auf 662 (2). Ihre beiden Kontrahenten Manuel und Karl-Heinz schlugen sich tapfer und verließen ihre Bahnen mit 757 (9) bzw. 742 (7), was für uns bereits einen Rückstand von 142 Holz bedeutete.
Ich, der ich als 3. meine Milch gegen Alexander Sternjakob geben durfte, wußte schon nach der Misere von Mischi und Volker, dass ich noch größere Probleme bekommen würde als die Beiden und die Kugeln erst recht nicht halten könnte. So kam es dann auch: nach blamablen Wechsel von 322 (!!) konnte es nur noch besser werden. Und nach auch nicht viel besseren 170 auf meiner 3. Bahn, lief ich dann Gefahr, noch unter Volker zu bleiben. Gottseidank, ich weiß auch nicht, warum, lagen die Kugeln auf der 4. Bahn besser in der Hand, was mir in den Vollen sofort 10 Gute (115) bescherte. Prompt begann ich dann in der Räumgasse mit einer Fehlscheibe. Nach zwei normalen Anwürfen, machte Mischi im Hintergrund einen Fehler: Nachdem einer der Gegner draußen zu ihm sagte, ich würde heute untergehen und keinen Blanken mehr werfen, schrie Mischi ungestüm:  Für jeden Blanken ein Bier. Natürlich war ihm nicht bewußt, was er damit auslöste: vom 23. - 29. Wurf blankte ich durch (was mir später zuhause 7 Bier einbrachte !). Natürlich war es zu spät, noch 700 zu erreichen, aber ich hatte wenigstens mir selbst gezeigt, dass ich noch kämpfen kann und mich nicht einfach wie ein OpferKalb zur Schlachtbank führen lasse. Die 690 (4), die noch herauskamen, mögen zwar belächelt werden, aber im Hinblick auf die Umstände, die dazu führten, kann ich noch sehr zufrieden sein. Einst weiß ich mit Sicherheit, wenn ich noch mal in Dillingen spiele, passiert uns dieses Missgeschick nicht mehr. Mein Gegner Alex übrigens reihte sich mit guten 746 (8) bei seinen Vorgängern nahtlos ein. 
Unsere beiden Schlußstarter waren Timo Trampert sowie unsere Nachwuchsspielerin Carolin Schwarz, die sich mit dem meiner Meinung nach besten Spieler von Dillingen`s 3., Gustav Boost, sowie dem alten Kämpen Dieter Reimringer messen sollten. Alle Vier sorgten für keine Überraschung: während bei Dillingen Alles genau so weiter lief wie bei den Vorstartern, Gustav war Tagesbester mit 761 (10), Dieter wurde Schluppmann mit immer noch ansehnlichen 733 (6), ging es bei uns im Keller weiter. Bei Timo ging gar nichts und bei Caro nicht viel mehr. Außer, ja außer die linke Räumgasse auf ihrer 2. Bahn, Dillingen`s Bahn 4: Da fing dieses Teufelsweib doch sage und schreibe mit 7 (s i e b e n) !!! 9ern an, eine 15 jährige Jugendspielerin, unfassbar ! Nachdem Caro es nun geschafft hatte, dass alles Publikum sich nun ihr widmete, kam dann die Ernüchterung: nachdem der 8. Wurf durch die Mitte ging, tat Carolin Alles dafür, keinen Anwurf mehr zu bekommen ! D.h. nach 63 Holz mit sieben Wurf schaffte sie mit den restlichen acht Wurf noch ganze 8 Holz. Resultat: 71 Holz = Schnitt. Aber die Hauptsache: für Aufregung gesorgt. Nach Beendigung des Kampfes, Timo, 659 (1), Caro, 667 (3), war unser Schicksal besiegelt: Höchststrafe ! Gut, ist zwar nicht schön, aber unter den Umständen verkraftbar. Wir haben bis dato in jedem Auswärtsspiel mindestens einen Punkt gemacht, da ist ein solcher Ausrutscher nicht ganz so schlimm. Außerdem darf man nicht vergessen, dass von den ersten drei Dillinger Mannschaften bei a l l e n Heimstarts lediglich die 2. in der Liga Süd 1 (!!) Punkt abgegeben hat. Das verdeutlicht ihre Heimstärke. Also, was soll`s ? Das Leben geht weiter.

Nach diesem Erlebnis fuhren wir heim, in der Hoffnung, dass unsere 1. in ihrem Heimstart gegen Dilsburg nicht dieselbe Sch . . . spielen würde. Den Dilsburgern ist mit einer Diana Dausig und einem Jens Lambert nicht zu trauen, hatte Letzterer doch gegen Schaffhausen 2 bei BO`s Truppe einen sicher geglaubten Sieg und 70 Holz Vorsprung noch gedreht, indem er mit 817 seinem Gegner nahezu 100 Holz abgenommen und den Sieg für Dilsburg eingefahren hatte. Wir waren also gewarnt. Aber unsere Sorge war unbegründet: Anstatt Diana und Jens schickte man uns Helmut Hermann und Rudi Mahn. Man wollte am nächsten Tag die 2. starkmachen, erklärten uns die Dilsburger. Nun gut, uns sollte es recht sein.
Helmut betrat auch gleich am Anfang gegen unseren Sascha Kern die Bahn, spielte mehr schlecht als recht und verließ mit mageren 616 (1) gegen einen nicht geforderten Sascha die Bahn, dessen Zählwerk bei kläglichen 703 (5) stehenblieb. Als 2. sollte nun mein Jüngster, David, in die Arena, dem wir nun Gelegenheit geben wollten, seine Scharte, die er sich mit 676 gegen Überherrn 4 leistete, auszuwetzen. Sein Gegner war Rudi Staub, Dilsburgs Neuzugang aus Neunkirchen. David dankte seine erneute Heimbenennung in der 1. mit einer bravourösen Leistung, spielte mit 754 (9) sein bisher bestes Heimergebnis und ließ dem erfahrenen Rudi, der immerhin auf ansehnliche 724 (6) kam, keine Chance. Endlich hat David seine Angst vor der Heimbahn überwunden und ich glaube, nach diesem Knotenplatzer wird David zuhause so schnell nichts mehr anbrennen  lassen.
Dritter im Bunde war nun Fritz Hepper, im Kampf gegen Rudolf Mahn. Fritz machte seine Sache mit souveränen 744 (7) recht gut und es gelang ihm, Rudolf, 674 (3) weitere 70 Holz abzuknöpfen.
Nun mußte sich mein Ältester, Markus, mit Adolf Schneider messen, und man war gespannt, ob es ihm gelingen würde, die (hohe) Hürde (754), die ihm sein Bruder gestellt hatte, zu nehmen. Er schaffte es tatsächlich, mit 755 (10) David um Welten zu schlagen. Adolf reihte sich mit 670 (2) bei seinem Kameraden Rudolf ein.
Als Letzter scließlich mußte unser Klaus Hermann gegen Jörg Ziegler ran, der schon einige Male (zuhause allerdings) die 800er Marke übertroffen hatte. Aber auch Jörg hatte keine Chance und wurde mit 691 (4) immerhin noch zweitbester Spieler von Dilsburg. Klaus hingegen reihte sich mit sehr starken 749 (8) nahtlos ins gute Mannschaftsgefüge ein, und hätte Sascha einen etwas stärkeren Gegner gehabt, der ihn mehr gefordert hätte, bin ich davon überzeugt, dass an diesem Tag Dilsburg mit dieser Aufstellung die Höchststrafe bekommen hätte. So war es ein 39:16 und wir waren mehr als zufrieden. Immerhin haben wir unsere Tabellenführung nach der Vorrunde behauptet, wissen aber nur zu gut, dass uns mit Köllerbach 2 ein übermächtiger Gegner entgegensteht und dass alles Andere als der Köllerbacher Meistertitel nach Rundenschluß eine Überraschung wäre. Schauen wir mal . . .  

Unsere 3. mußte an diesem Spieltag weit reisen, nämlich nach Losheim gegen deren 2. Nach einem Vorstart von Birgit und Jörg Emde lag man zwar etwas zurück, aber man war in keinster Weise gewillt, sich den Losheimern einfach so zu beugen. Zunächst sorgten Birgit und Jörg bereits für zwei Sensationen: Birgit spielte auf einer für sie so gefürchteten Kunstoffbahn mit 615 (3) ein nicht zu erwartendes Ergebnis und Jörg setzte noch Einen drauf indem er sich mit 698 (6) mit dem  letzten (!!) Wurf noch einen Pudel leistete (sonst hätte er erstmalig die 700 übertroffen !!), aber was soll`s? Die Hauptsache war, man verlor nicht zuviel Boden gegen den Gegner, nämlich gerade mal 59 Holz auf Andy Katzschmann, 700 (7) und Angelina Wirth mit 672 (5). Allerdings wußte man auch, dass die beiden Schlußstarter bei Losheim eher schwächere Leistungen bringen würden, wohingegen bei uns mit Carolin Schwarz und Dieter Müller noch zwei hochkarätige Eisen im Feuer waren, so dass der Vorprung schnell verpufft sein würde.
So kam es dann auch: mit einer tadellosen Leistung (wieder einmal !) von Carolin mit starken 706 (8)und einem soliden Ergebnis von Dieter, 644 (4), überspielte man mühelos den Gegner, Fabio Licata, 585 (1) und Patrick Eiden, 608 (2), so dass am Schluß ein weiterer Auswärtssieg unserer 3. mit knapp 100 Holz zu Buche stand.
Die 4. war an diesem Wochenende spielfrei.


10. Spieltag:  

Nun war die Vorrunde beendet und man rüstete und konzentrierte sich auf die Rückkämpfe. Der erste Starttag der Rückrunde bescherte allen unseren Mannschaften ausschließlich Heimstarts.

Die 2. fing den Reigen an und zwar gegen Differten, auf deren Geläuf sie bereits ihren ersten Auswärtssieg dieser Saison geholt hatten. Als Erster kämpfte mein Jüngster, David, gegen Jörg Klein und in einem packenden Duell gelang es David, Jörg am Schluß mit 709 (8) gegen 703 (7) niederzuringen. Nicht die gewonnenen 6 Holz waren das Ausschlaggebende, sondern die Moral, sich nicht unterkriegen zu lassen, zeichnet David immer mehr aus und ich glaube immer mehr daran, dass er uns eines Tages alle in Grund und Boden spielen wird (wenn er auf der Erde bleibt, nicht abhebt und grössenwahnsinnig wird ! ).
Zweiter in der Reihe war Volker Jacob gegen Gerd Kiefer und wir bangten alle, ob Volker würde durchspielen können, plagten ihn doch starke Rückenschmerzen. Aber er biß die Zähne zusammen, kam schließlich mit - unter diesen Verhältnissen - noch akzeptablen 665 (4) runter (Mist, hätte ja auch 1 Holz mehr sein können, wegen dem Alkohol (?)), aber es reichte immer noch, um Gerd, bei 628 (1) stehenbleibend, weitere 37 Holz abzuknöpfen.
Als Dritter betrat nun Mischi Krüger gegen Patrick Hess die Arena. Mischi stellte abermals seine gute Form unter Beweiß, indem er mit 725 (9) Patrick keine Chance ließ, der über 685 (6) nicht hinauskam. Man muß aber hinzufügen, dass der Umstand, dass auf der rechten Bahn bei Patrick`s Würfen plötzlich der König laufend umfiel und damit die Konzentration von Patrick immer mehr nachließ bzw. die Wut immer größer wurde,  Patrick die 700 versaut hatte. Sorry, Patty.
Für die größte Sensation dieses Tages sorgte aber eine Andere, nämlich unser weiblicher Jungstar Carolin Schwarz: ihr gelang es nämlich, nicht nur endlich mal unsere Bahn anständig zu erwischen, sondern allen ihren männlichen Mitspielern mit sagenhaften 733 (10) die Ohren abzuschlagen und damit Tagesbestergebnis zu werfen. Tja, wer solche Jungspieler in seinen Reihen hat, kann sich glücklich schätzen. Gegner von Carolin, Uwe Sengespeick, kam auf 630 (2), mußte allerdings ab dem 61. Wurf durch Karsten Hess verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
An einem weiteren 3:0 zuhause zweifelte nun niemand mehr, auch nicht als mein Bruder Michael, der kaum auftreten konnte, sich opferte und den Schlußmann gegen Michael Kerner machte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten rettete er sich im Räumen mit einer 9er - Serie, wechselte noch anständig und war schließlich im zweiten Durchgang heilfroh, dass er endlich fertig war. Sein Zählwerk blieb auf 685 (5) stehen und auch ihm gelang es, Michael, 646 (3) hinter sich zu lassen. Somit waren die ersten 3 Punkte dieses Tages in trockenen Tüchern und man hoffte natürlich, dass es die 1. gegen Schaffhausen 05 2 genau so gut machen würde. 
Das hatten wir auf jeden Fall vor und Fritz Hepper lief als Anstarter gegen Walter Bartholme auf, spielte mal mehr oder weniger lustlos und, kurz gesagt, verließ die Bahn mit genau 700 (6), wobei er vor seinem letzten Wurf kurz überlegte, ausrechnete, dass er 697 liegen hatte, dann genau einen 3er durch die Mitte jagte und mit den Worten " die 7 muß stehen " rauskam, sich anzog und weg war er. Tja, Fritz live.
Nebenbei bemerkt nahm er Walter, 663 (2) doch noch 37 Holz ab.
Nun kam die Stunde der beiden Michels: unser Mischi Krüger gegen Michael Decker. Aber auch unserem Jungstar gelang an diesem Tag nicht viel: mit bescheidenen 706 (7) reichte es gerade, um Fritz zu übertreffen, aber das Gelbe vom Ei war das auch nicht. Sein Kontrahent kam immerhin auf 683 (4) und war damit fast bester Spieler von Schaffhausen.
Nun hatte ich mal wieder die Ehre, die 1. zu schwächen und mußte (bezeichnenderweise in der Mitte auf der Schwachzockerposition !) gegen Uschi Hermann ran. Uschi, das wußte ich, gehörte zu den Leistungsträgern von Schaffhausen 2 und hatte während der Saison noch keinen Start unter 700 aufzuweisen. Also war erhöhte Attention gefordert. Ich begann wie immer, auf meiner Superbahn rechts gerade mal 355, und Uschi hielt mit 350 tapfer mit. Irgendwie platzte dann bei mir der Knoten und es lief plötzlich. Es gelang mir, auf der linken Bahn 393 zu schärren und was soll ich sagen: ich war n i c h t zufrieden. Hätte ich nämlich nur auf einer meiner Räumgassen den Anwurf bekommen, hätten locker 400 auf den Brettern gelegen. So aber kam ich auf für mich ausgezeichnete 748 (10), was gleichzeitig Tagesbestzahl bedeutete. Ich Bär auf meiner Heimbahn, unvorstellbar. Uschi hingegen kam auf ihrer 2. Bahn unter die Räder und verließ die Arena mit 684 (5) immerhin als Mannschaftsbeste.
Nun mußte Klaus Hermann gegen Frank Raspel in den Kampf. Ersterer hatte zwei Tage vorher noch 795 trainiert, während man von Frank weiß, dass er und unsere Bahn bestimmt keine Freunde werden. Während Frank uns nicht enttäuschte und wirklich nur 636 (1) erreichte, erfüllte Klaus mit 719 (8) bei weitem nicht unsere und seine Erwartungen, machte natürlich Alles und Jeden für seine Leistung verantwortlich (Bahn läuft nicht . . ., Keiner hilft mir . . . usw.) Ja, wenn ich doch 2 Tage vorher unter gleichen Bahnbedingungen fast 800 trainiert habe, wer um alles in der Welt kann mir denn da noch helfen? Auf jeden Fall war der Hals dick, zumal er auch noch unter Carolin (morgens 733 !) blieb. Endeffekt: anziehen, heim. Da waren es schon zwei . . .
Als dann auch noch Markus, immerhin bester 1. Mannschaftsspieler, auch nicht über 725 (9) kam, fragte ich mich langsam, was eigentlich los war? Soo schlecht lief die Bahn nun wirklich nicht (siehe mich). Es konnte nur so sein, dass man im Unterbewußtsein dachte, es ist ja nuuur Schaffhausen 2, was brauche ich mich da anzustrengen, wir haben ja schon gewonnen. Ich kann vor so einer Denkweise nur warnen.
Wie dem auch sei, als dann Schlußmann Dietmar Decker, 1. Mannschaftsspieler in der Liga Süd, auch nicht über 675 (3) kam, waren die 40:15 perfekt. Und das mit solchen Zahlen.
Auf jeden Fall haben wir dann abends (nachts !?) in sehr kleinem Kreis auch diesen Sieg gebührend gefeiert.

Am nächsten Tag dann kam es zum Duell unsere 4. gegen die 3., was auf dem Papier eigentlich alles nach einem klaren 3:0 für die 3. sprechen dürfte. Aber die erste Klatsche gab es schon bei der ersten Paarung: Jörg Emde`s 619 (4) gegen die 639 (6) von Karsten Jacobs ließen die 3. schon mal gleich in Rückstand geraten. Aber die sehr guten 669 (7) von Dieter Müller gegen 524 (1) von Benjamin Jacobs ließen das Ganze wieder ins richtige Licht rücken. Die saustarken 626 (5) von Michael Brecker, dessen steil ansteigende Form immer deutlicher wird, verpufften etwas gegen die 676 (8) von Carolin Schwarz, die zwar wieder Tagesbestzahl waren, ein Carolin aber, das gegen die Superzahl vom Vortag nur ein Schatten seiner selbst war.
Den Schluß machte dann Kerstin Schwarz, 597(3), für die 4. gegen geschwächelte 560 (2) von Birgit Emde und es hätte mit 21:15 nicht viel am Punktgewinn für die 4. gefehlt. So war es ein 3:0 mit einer Differenz von 138 Holz. Lichtblicke: Karsten und Michael. Weiter so.

11. Spieltag:

Das letzte Spielwochenende dieses Jahres bescherte unseren ersten beiden Mannschaften relativ leichte Duelle, während die 3. mit Dillingen 5 einen stärkeren Brocken zuhause erwartete.
Die 2. begann samstagmorgens bei uns gegen den Gegner der 1. eine Woche zuvor, nämlich KF Schaffhausen 05 2. Den Anfang machte Sascha Kern auf unserer Seite gegen Walter Bartholme, der eine Woche vorher die Bahn mit 663 verlassen hatte. Auch dieses Mal kam er über 676 (4) nicht hinaus und hatte leider das Pech, gegen einen glänzend aufgelegten Sascha anzutreten, der mit der Superzahl 779 (10) unsere Bahn mal wieder so richtig gut erwische. Tja, die jungen Wilden.
Somit führten wir bereits mit 103 Holz und in Anbetracht unserer weiteren Aufstellung würden wir uns diesen Vorsprung nicht mehr abnehmen lassen.
Das zweite Duell bestand aus meinem Jüngsten, David, gegen Uschi Hermann und auch ihm gelang mit einer soliden Leistung von 731 (7) Uschi`s 670 (3) satt zu übertreffen. Ein weiterer Schritt in Richtung 3:0.
Nun aber stellte sich eine Hürde in unseren Weg, es kam nämlich zum Aufeinandertreffen zweier ehemaligen Mannschaftskameraden von KSC Wehrden: unser Volker Jacob gegen Schaffhausen`s besten Mann, Carsten Comtesse, der locker einen Stammplatz in deren 1. hätte haben müssen. Carsten`s Kegeltalent zeigte sich alsdann auch, indem er mit guten 735 (8) den sich redlich bemühten Volker, 703 (5), doch beachtlich schlagen konnte. Aber was soll`s? Diese 32 verlorenen Holz sollten uns nicht weiter stören.
Die nächste Paarung hieß Michael Kalb gegen Frank Raspel (Beide waren  vor ein paar Jahren in Ludweiler auch Clubkameraden). Wir hofften natürlich, dass Michael seine Verletzung, die ihn eine Woche zuvor noch plagte, einigermaßen überwunden hätte und zu früheren Leistungen anknüpfen könnte. Ich würde sagen, es ist ihm mit starken 745 (9) vortrefflich gelungen. Frank hingegen mußte seinerseits nach 76 Wurf und 403 (1) verletzt aufgeben. Aber das spielte zu diesem Zeitpunkt keine große Rolle mehr.
Als Letzter im Bunde mußte sich schließlich unser Timo Trampert mit Michael Decker messen und auch Timo sollte es gelingen, sich mit 724 (6) achtbar aus der Affäre zu ziehen. Michael jedoch kam mit mageren 616 (2) total unter die Räder, konnte sich aber trösten: auch 100 Holz mehr von ihm hätten an dem klaren 3:0 nichts geändert. Wieder ein beachtlicher Heimerfolg unserer 2.

Natürlich wollte es die 3. der erfolgreichen 2. anschließend nachmachen und im letzten Kampf dieses Jahres auch gegen Dillingen 5 einen Heimsieg einfahren. Es begann auch einigermaßen zufriedenstellend, als Jörg Emde mit 633 (6) seinem Kontrahenten Remy Wolfelsperger, 624 (4) immerhin noch 9 Holz abknöpfen konnte.
Leider lief es bei unseren Lokalmatadoren Dieter Müller und vor allem Carolin Schwarz gar nicht gut. Dieter konnte zwar seinem Gegner Otto Jost, 620 (2), ganze 2 Holz abnehmen, aber seine 622 (3) sind völlig indiskutabel und es fehlten wenigstens 40 Holz. Noch schlimmer erwischte es die erfolgsgewöhnte Carolin, die in Werner Huth, der mit starken 707 (8) zu glänzen wußte, an diesem Tag ihren Meister fand: mit ihrem schlechtsten Heimergebnis dieser Saison von 664 (7) ließ sie sich 43 Holz abnehmen, so dass man nun vor der letzten Paarung mit 32 Holz im Hintertreffen lagen. Michael Brecker, dessen stark ansteigende Form der letzten Wochen uns zu dem Entschluß kommen ließen, ihn mal in der 3. aufzustellen, sollte nun die Kastanien aus dem Feuer holen und als Letzter die zurückliegenden Holz seinem Gegner Bernhard Schmitt wieder gutzumachen und damit die drohende Niederlage in einen Sieg umzuwandeln. Natürlich konnte man nicht erwarten, dass das auch gelingen würde, aber versuchen sollte er es auf jeden Fall. Er kämpfte auch aufopferungsvoll, aber am Ende reichten seine 607 (1) dann doch nicht aus, seinen Gegner, der ruhig auf 624 (5) kam, in Bedrängnis zu bringen. Aber ihm konnte und würde man natürlich keinen Vorwurf machen. Ein letzter Heimsieg im alten Jahr sollte halt nicht sein.
Und !!? Kein Beinbruch, oder ?

Nun fehlt nur noch ein Bericht im alten Jahr: den unserer 1. vom darauffolgenden Sonntag in Überherrn gegen Differten. Nach einem von Differten`s Michael Kerner beantragten Vorstart, führten wir durch die guten 703 (5) von Timo Trampert gegen Michael`s 598 (1) bereits mit 105 Holz.
Nachdem es den ganzen Sonntagvormittag stark geschneit hatte, befürchteten wir schon, dass dieser Kampf witterungsbedingt in den Schnee fallen würde und auch diese Begegnung wie viele andere an diesem Tag abgesagt hätte werden müssen. Als aber der Schneefall mittags nachließ, fuhren unsere Mannen doch nach Überherrn. Ich selbst konnte wegen einer Weihnachtsfeier leider nicht mitfahren.
Als erste Paarung trafen unsere beiden Jungstars Michi Krüger und Carolin Schwarz, die darauf brannte, ihre Schmach von gestern mit einem guten Ergebnis wiedergutzumachen, auf Differten`s Gerd Kiefer und Patrick Hess. Nach einer durchschnittlichen Leistung Michi`s von 712 (7) und einer hervorragenden von Caro, 715 (8), konnte man gegen die 654 (2) von Gerd und die 703 (4) von Patrick weiter Boden gutmachen und vor Allem wertvolle Einzelwertungspunkte einheimsen. Man weiß ja nie, wie sehr man die in ferner Zukunft noch braucht . . .
Das letzte Duell dieses Jahres lieferten sich Karsten Hess gegen unseren Altmeister Fritz Hepper sowie Differten`s z.Z. bester Recken Jörg Klein gegen unseren Besten, Markus Kalb. Bei Fritz lief mit 704 (6) gegen Karsten`s 697 (3) Alles nach Plan.  Jörg jedoch, in den letzten Starts immer stärker werdend, machte uns mit sehr starken 732 (9) einen kleinen Strich durch die Rechnung. Er verlor zwar gegen die souveränen 745 (10) von Markus, konnte uns aber 4 EWP stehlen. Wer weiß, ob sich das nicht einmal rächen wird . . .
Gut, der letzte Sieg dieses jahres war in trockenen Tüchern und unsere 1. hat ihren knappen Spitzenplatz bis zum nächsten Jahr erfolgreich verteidigt. Aber wir wissen alle, dass die entscheidenden Kämpfe erst im neuen Jahr stattfinden werden. Schauen wir mal . . .

Da die 4. spielfrei war, war dies der letzte Bericht für das Jahr 2010. So long bis 2011.


12. Spieltag:
 

Das letzte Spielwochende war auch gleichzeitig der erste Start im neuen Jahr und ich möchte an dieser Stelle allen Keglerinnen und Keglern im Land ein gutes und vor Allem gesundes neues Jahr wünschen.
Die erste Paarung dieses noch jungen Jahres war: unsere 1. gegen die 2. und man war gespannt, ob die 1. wieder so souverän wie in der Vorrunde gewinnen könnte.
Das erste Duell fand zwischen meinem Bruder Michael, der, weil er immer noch an einer Verletzung des rechten Kniegelenks laboriert, in der 2. eingesetzt wurde, und Michi Krüger statt. Während Michi beide Bahnen gleich spielte und mit 731 (8) runterkam, begann Michael links besser, mußte später aber seiner Verletzung Tribut zollen und erreichte gerade noch 706 (5). Gut, der erste Brocken war aus dem Weg geräumt. Aber es kamen ja noch einige Unberechenbare.
Als Zweiter mußte nun Sascha Kern ran und gottseidank hieß seine Gegnerin Birgit Emde, die wir aus der 3. raufholen mußten, weil Klaus Hermann wegen Doppelstarts aussetzte. Wenn man  Sascha gesehen hatte, hätte man glauben können, die Schwindsucht hätte Ausgang, so käseweiß war er. Trotzdem kämpfte er sich Wurf für Wurf über die 706 von Michael, um letztendlich die Bahn mit 723 (7) zu verlassen. Birgit hingegen blieb bei 571 (1) hängen.
Dritter im Bunde war nun mein Jüngster, David, der mich in der 1. vertrat, weil ich wegen starken Fußgelenkschmerzen ausfiel. Sein Gegner war Timo Trampert, dem auf der Heimbahn alles zuzutrauen war. Gottseidank gab es an diesem Tag keine Überraschung seinerseits und sein Zählwerk blieb auf 695 (3) stehen, nachdem er von David, den er anfangs gehörig im Sack hatte, auf der Zielgeraden noch abgefangen und mit 716 (6) doch noch übertroffen wurde.
Anschließend kam es zum Fight zweier ehemaliger Wehrdener Mannschaftskameraden: Fritz Hepper gegen Volker Jacob. Beide machten ihre Sache recht gut: Fritz spielte mit 734 (9) seine gewohnte Zahl, Volker schaffte mal wieder 700 (4), eine Zahl, die er zuhause in dieser Saison  noch nicht so oft gesehen hatte.
Nun hatte Alles soweit geklappt und es hätte doch mit dem Teufel zugehen müssen, wenn ausgerechnet Carolin Schwarz, die gegen meinen Ältesten, Markus, antreten mußte, noch Einen oder gar Zwei aus der 1. überspielen könnte. Diesem Teufelsweib ist ja Alles zuzutrauen, denkt man nur an die jüngst gespielten 733, mit denen sie 10 Punkte machte. Aber (gottseidank !!) lief die Bahn an diesem Samstag recht schwer (immerhin hatte es die ganze Woche geregnet !)  und es war die Meinung Aller, daß unser Geläuf an diesem Tag noch schwerer zu spielen sei als so schon.  Während der Bahnzustand Markus überhaupt nichts ausmachte und er mit 756 (10) mal wieder Alle in den Schatten stellte, kam Carolin nicht über 690 (2) nicht hinaus und das eigentlich nicht erwartete 40:15 war perfekt. Wer weiß, ob uns das noch einmal nützlich sein wird.
Jeder von uns weiß nun, dass es ab jetzt "ins Gebirge geht" und wir, wollen wir in der Schlußphase noch mithalten, zeigen müssen, dass wir auch auswärts bei schwereren Gegnern unseren Mann stehen können. Wir werden sehen, was die nächsten Kämpfe (in Dillingen, Ludweiler, Überherrn) bringen werden und ob wir in der Lage sind, uns gegenüber dem überstarken, haushohen Titelfavoriten Köllerbach 2 zu behaupten.

Da unsere 3. spielfrei war, kann ich nur noch über die 4. berichten, die sonntags in Dillingen anreisen mußte, dort völlig unter die Räder kam und mit der Höchststrafe wieder nach Hause geschickt wurde. Wenn man bedenkt, dass Kerstin Schwarz mit 557 (4) unsere Mannschaftsbeste war, kann man schon ahnen, was die jüngst so oft gelobten Karsten Jacobs, 535 (3), und Michael Brecker, gar nur 501 (2), zustande brachten. Als dann auch noch Benjamin mit 477 (1) noch unter 500 blieb, war das Grande Malheur an diesem Tag perfekt. Nun kann man nur hoffen, das diese Leistung am Jahresanfang einmalig bleibt, man sie abhaken kann und es wieder aufwärts geht. Also Kopf hoch. 


13. Spieltag:

Am letzten Spieltag (die 13 sagt ja schon Alles !!!) hatten wir ein rabenschwarzes Wochenende, das Schlechteste für diese Saison. Alle Mannschaften verloren zu Null ! Für die 2., 3. und 4. kein Problem, aber für die 1. eine mittelschwere Kathastrophe.

Die 1. fing schon morgens in Dillingen an und nach der haushohen Klatsche der 2. am 9. Spieltag waren wir eigentlich gewarnt und wußten, dass auch Dillingen zu bezwingen war. Als erste Paarung standen sich unsere beiden Jungstars Sascha Kern und Mischi Krüger den Dillingern Karl-Heinz Fischer und Alex Sternjakob gegenüber. Während Sascha recht verhalten begann, sich dann aber von Bahn zu Bahn steigerte, machte Mischi es umgekehrt, fing auf Bahn 3 und 4 sehr gut an, kam auch mit der schwereren Bahn 1 gut zurecht, um dann auf seiner letzten Räumgasse zu beschließen, dem rechten Bauer nicht mehr wehzutun, indem er ihn einfach mit den letzten 4 Würfen nicht mehr traf. Endergebnis: Sascha 730 (5), Mischi 729 (4). Damit verloren sie auf ihre Gegner Karl-Heinz, 717 (2), und Alex, 747 (7),  gerade mal 5 Holz. Alles noch im grünen Bereich.
Das änderte sich aber schlagartig, denn nun mußte ich in die Arena und ich suchte mir ausgerechnet mit Dieter Reimringer den z.Z. stärksten Heimkegler von Dillingen 3 aus. Es war für mich ähnlich, wie im letzten Start in der 2.: Obwohl die Kugeln griffiger waren als damals, und trotz Haftmittel an der Hand, konnte ich die Kugeln immer noch nicht richtig halten, war immer noch unsicher, was sich bei dem Wechsel nach Bahn 1 und 2 in der traurigen Zahl von 332 ausdrückte. Immerhin riß ich mich daraufhin noch zusammen und traf meine letzten beiden Bahnen mit noch ansehnlichen 392, was mir einen traurigen Endstand von 724 (3) einbrachte. Dieter hingegen kannte kein Erbarmen, knallte auf jeder Bahn an die 200, um letztendlich mit der Tagesbestzahl von 778 (10) die Bahn zu verlassen und mir damit beschämenderweise 54 Holz abzuluchsen.
Nach dieser Vorführung lagen wir nun schon 59 Holz zurück und setzten deshalb alle Hoffnung auf unsere beiden Schlußstarter Markus Kalb und Fritz Hepper. Markus hatte schon im Vorjahr 795 gespielt und auch Fritz dürften die Bahnen entgegenkommen. Ihre Gegner waren Edgar Rupp, den man von der 4. in die 3. befördert hatte, sowie Werner Holl, Ersatzspieler wider Willen für den jungen Nilius.
Markus und auch Fritz fingen furios an, Markus auf Bahn 3 228 !!, Fritz auf der schweren ersten Bahn 195, so dass der Vorsprung des Gegners plötzlich nur noch magere 18 Holz betrug. So hätte es weitergehen können. Aber leider war dem nicht so: während Fritz die Bahnen 2 und 3 souverän weiterspielte, nicht unter 190, wollte Markus es mit der Brechstange machen, spielte nach seiner super 1. Bahn die Bahn 4 nur noch mit 175 (wechselte trotzdem immer noch mit starken 403 !) und erlebte dann auf Bahn 1 sein Waterloo, indem er, man glaubt es kaum, nicht mehr als 150 ??? schärrte. Diesen fürchterlichen Rückfall bekamen die Gegner natürlich mit, spulten ruhig ihr Pensum herunter und der Vorsprung war nun wieder der Alte. Nun gut, nach diesem Stand war an einen Sieg nicht mehr zu denken, aber der Zusatzpunkt war in trockenen Tüchern. Sollte man meinen. Denn nachdem Fritz nach drei sehr guten Bahnen auch die letzte Vollegasse noch mit 118 spielte, nun mit 693 ! auf seine eigentlich gutgehende Räumgasse wechselte, dachte Jeder an 770 und aufwärts. Wenn, ja wenn da nicht dieses Blackout gewesen wäre: Nachdem er mit einem Sechsständer immerhin 8 Holz liegen hatte indem er drei Mal am rechten Bauer vorbeischrammte, setzte er noch einen drauf und spielte mit den restlichen 9 Würfen noch einmal 8 Holz; dieses Mal hatte er es mit dem linken Bauer, den er bis zum Schluß nicht mehr traf. Damit hatte Fritz, der so super gewechselt hatte, mit 709 nur 1 Punkt gemacht. Hätte er nur einen Anwurf mehr gehabt, hätte er die 717 von K.H. Fischer gehabt und wir hätten 22 EWP und somit den Punkt im Sack. Da nutzte es auch nichts, dass Markus nach seiner verkorksten 1. Bahn auf seiner letzten Bahn 2 noch 195 fertigbrachte und mit 748 (8) wenigstens über Alex kam. In dem Moment, da Edgar auf 758 (9) und Werner auf 737 (6) kam, konnten wir über 21 EWP nicht hinauskommen und konnten uns von dem Zusatzpunkt verabschieden.  Also, dümmer und unprofessioneller wie wir uns in Dillingen drangestellt haben, geht gar nicht mehr und ich kann mir gut vorstellen, wie man in Köllerbach gelacht hat.
Aber noch ist die Saison nicht zuende. Wir haben fast keine Chance mehr auf den Titel, aber die wollen wir versuchen zu nutzen . . .

Nach diesem verkorksten Auftakt ging es mit der 2. weiter: Nachdem mein Jüngster, David, in einem Vorstart gegen BS Überherrn 4 und dessen besten Mann Thomas Klein mit 714 (10) gegen 696 (9) die Oberhand behalten hatte, und Volker Jacob in einem weiteren Vorstart mit 685 (6) gegen Heinz Wilhelm, 689 (7) nur 4 Holz verloren hatte, eröffnete nun an diesem Samstag unser Timo Trampert den Reigen gegen Hans-Peter Haffner und verlor mit 679 (5) weitere 14 Holz gegen die 693 (8) von HP, so dass wir nun mit einem Holz zurücklagen. Nun setzten wir unser Wunderkind Carolin Schwarz gegen Michael Freichel ein, aber auch diese Waffe verpuffte, indem Carolin gar nichts gelang und ihr Zählwerk auf mageren 650 (2) stehenblieb. Michael freilich gelang auch nicht viel mehr, er konnte Carolin aber immerhin mit 655 (3) um 5 Holz übertreffen.
Normalerweise würde uns dieser Rückstand von 6 Holz nicht viel ausmachen, hätte unser 5. Mann Klaus Hermann gehießen. Dieser hatte sich aber völlig überraschend ein paar Tage vorher abgemeldet, weil sich ein Betreuer seiner Jugendgruppe krankgemeldet hatte und Klaus nun als Betreuer einspringen und ab donnerstags 10 Tage wegfahren hatte müssen. Da auch mein Bruder Michael arbeiten mußte, waren wir gezwungen, Dieter Müller gegen Arthur Mohr antreten zu lassen. Bei Dieter, der durchaus in der Lage ist, auch die 700er Marke zu übertreffen, klappte aber gar nichts und er mußte sich mit schwachen 579 (1) gegen die 677 (4) von Arthur beugen, so dass die 2. Nullrunde an diesem Tag perfekt war. Tja, wenn man zwei Stammspieler gegen eine komplette 4. Mannschaft (ohne Ausfall) von Überherrn ersetzen muß, kann man schon mal mit einer Heimniederlage rechnen.

An diesem schwarzen Samstag gab es aber noch zwei Niederlagen und zwar empfing die 3. SKG/KF Hülzweiler 3, während die 4. beim Spitzenreiter Besseringen auf dessen Geläuf antreten mußte. Natürlich gab es dort nichts zu ernten und man kam mit über 600 Holz regelrecht unter die Räder. Gut, das war kein Beinbruch, aber dass die 3. zuhause gegen Hülzweiler verlor, war ganz und gar nicht zu erwarten.  Unglücklicherweise machte man es den ersten beiden Mannschaften nach, spielte man auch nur Schrott und durfte sich letztendlich nicht wundern, dass auch dieser Heimkampf verloren ging. Nebenbei bemerkt, machte Carolin, obwohl sie nur 643 spielte, wieder mal 8 Punkte und weder Freund noch Feind erreichte noch 600. Mehr braucht man zu diesem Kampf wohl nicht zu sagen. Ein verflixter 13. Spieltag halt. Es kann nur wieder besser werden.


14. Spieltag:

Nach diesem Horrorwochenende übernahm Köllerbach natürlich die Tabellenführung und wir waren nun dazu verdammt, die zukünftigen Kämpfe zu gewinnen, wollten wir noch Anschluß an die Spitze halten. Und nun lag ausgerechnet mit Ludweiler einer der dicksten Brocken als erster Prüfstein auf unserem Weg. Seit 36 Jahren tobt nun schon ein Rivalenkampf zwischen unseren beiden Clubs und in Ludweiler zu gewinnen, grenzt fast schon an ein Wunder. Außerdem hatte Ludweiler in der Hinrunde gegen unsere 1. und 2. glatt zu Null verloren und allein schon deshalb war man erst recht heiß auf eine knallharte Revanche. Zu erwähnen wäre noch, dass Andy Brecker, einer meiner besten Freunde, am heißesten auf einen Sieg ihrerseits war.
Los gings mit dem Paar: unser Sascha Kern gegen Michael Heintz, der sich in der gesamten Saison klammheimlich zur souveränen Heimbank gemausert hatte. Auch dieses Mal ließ er nichts anbrennen und nahm unserem Jungstar mit sehr starken 729 (9) gegen Sascha`s 697 (6) zum Auftakt schon mal satte 32 Holz ab. Wie fast alle unsere Mannen hatte auch Sascha mit seiner ersten linken Bahn zu kämpfen, vor Allem mit der abartigen rechten Gasse, und wie noch drei von uns wechselte er zwischen 330 und 340, um dann auf der  rechten besseren Bahn um Schadensbegrenzung zu kämpfen. Auf jeden Fall schon mal ein guter Beginn für Ludweiler.  
Nun war es endlich soweit: Andy, lichterloh bis in die Haarspitzen brennend, durfte endlich auf die Bahn, um uns schon vorzeitig den Todesstoß zu versetzen, von dem wir uns seiner Meinung nach nicht mehr erholen würden. Sein Vorhaben wurde noch begünstigt durch die Tatsache, dass sein Gegner Michi Krüger tags zuvor überraschenderweise durch Frühgeburt Vater geworden war und dessen Gedanken begreiflicherweise bei allem Anderem, nur nicht beim Kegeln, waren. Andy fing auch furios an, spielte seine erste Bahn mit über 370, machte auch auf der gefährlichen linken Bahn mit den nächsten 30 Wurf und 185 noch eine gute Figur und hörte plötzlich zu kegeln auf. Anstatt die letzten eigentlich leichteren 30 Wurf ebenso souverän zu absolvieren, machte er nur noch Fehler bzw. Fehlwürfe, kam letztendlich nur noch auf 153, um am Ende mit 710 (7) die Bahn zu verlassen. Tja, wenn man zu viel will . . .
Michi hingegen reihte sich mit 688 (4) hinter seinen Mannschaftskameraden Sascha ein und konnte froh sein, dass die Differenz mit 22 weiteren Minusholz für uns noch im Rahmen blieb.
Nun kam die Stunde der Entscheidung: Ludweilers bester Mann Jörg Peters kämpfte gegen unseren alten Haudegen Fritz Hepper, dessen Bauernmisere von Dillingen ihm hoffentlich nicht mehr in den Knochen steckte. Eines war klar, wenn zu den schon miesen 53 Holz noch etliche dazugekommen wären, hätten wir einen noch möglichen Sieg getrost abhaken können. Ich will es vorwegnehmen: Nach dem schon erwähnten Wechsel auf der linken Bahn (Fritz natürlich auch !), wollte er ebenfalls Alles auf der rechten Bahn wiedergutmachen. Aber leider Gottes spielte er nun die Bauern so, wie er es in Dillingen hätte machen sollen: nämlich gaaanz langsam, was natürlich in Ludweiler tödlich ist. Endeffekt: durch die Langsamkeit und den enormen Drall kippten die Kugeln kurz vor den Bauern in die Rinne. Hätte Fritz in Dillingen so langsam auf die Bauern gespielt wie in Ludweiler und umgekehrt, könnte man ohne zu übertreiben, behaupten, er hätte in beiden Kämpfen zusammen 100 Holz mehr gespielt. So aber kam er zerknirscht mit mageren 671 (1) aus der Arena. Gottseidank aber ließ sich Jörg von Fritz anstecken, kriegte überhaupt nichts auf die Reihe, sogar auf seiner normal guten rechten Bahn. Ich muß zugeben, so hatte ich Jörg noch nie gesehen: Volle, Bauern, Bilder, nichts klappte. Zwangsläufig blieb sein Zählwerk auch auf nur 685 (3) stehen, was also "nur" einen knappen Verlust von weiteren 14 Holz bedeutete.
Zugegeben, diese mittlerweile 68 Holz Rückstand machten uns schon Sorgen, aber an eine Flinte ins Korn werfen, war nicht zu denken. Es kamen immerhin noch mein Sohn Markus, letztes Jahr noch Bester mit 734, und mein Bruder Michael, der vor einiger Zeit noch selbst in Ludweiler gespielt hatte.
Also bliesen wir zur Aufholjagd. Am Anfang sah es aber gar nicht nach Aufholen aus:  Markus`Gegner Hans Peters hielt sehr gut mit, führte zeitweise sogar. Markus spielte auch viel zu fest, während Hans bedächtig blieb und dadurch besser zurechtkam. Nach dem Wechsel (wie üblich 342) kam Markus endlich in die Gänge, während Hans links immer mehr abbaute. Am Ende des Matches gelang es Markus doch tatsächlich noch, mit 715 (8) Hans, 672 (2) 43 Holz abzuknöpfen, was natürlich psychologisch für uns sehr wichtig war, mußte doch nun Ludweilers Schlußmann Harald Velten mit gerade mal 25 "Guten" gegen Michael in den Fight.
Michael, der seinen Kameraden genau zugeschaut hatte, machte nun das einzig Richtige: er nahm den Druck aus seinen Würfen. Und siehe da, wo alle Anderen vorher der Verzweiflung nahe waren, klappte es bei ihm, er warf 9er, Kränze wie am Fließband. Harald aber, der gewohnt war, dass seine Gegner auf der linken Bahn nichts auf die Reihe kriegten, hörte es laufend klingeln, wurde immer nervöser und kam dadurch aus seinem Konzept. Er, der gewöhnlich bei den ersten 30 Würfen nahe der 200er Marke war, mußte nun mitansehen, wie Michael plötzlich keine 160 wie die Anderen erreichte, sondern deren 195 !!! und durch seine mageren 172 fast der gesamte Vorsprung bis auf 2 Holz schon nach den ersten 30 Wurf dahin war. Im nächsten Durchgang hielten sich Beide die Waage, so dass das ganze Match beim Wechsel ausgeglichen war und wer jetzt siegte, dessen Mannen hatten auch den Kampf gewonnen. Michael, nun auf der besseren Bahn,  ließ nichts mehr anbrennen, indem er Harald mit den nächsten 30 Wurf stetig  Holz um Holz abnahm und 183 erreichte. Endgültig war dann aber Haralds Widerstand gebrochen, als mein Bruder in der Schlußphase dann nochmal 200 spielte und mit der Superzahl von 755 (10) (Traumzahl in Ludweiler für Auswärtige !) Harald, 692 (5), letztendlich 63 Holz abzuknöpfen. Was für ein Finale ! Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mit dieser Wende nicht mehr gerechnet. Fairerhalber muß man dazusagen, dass wir die Ludweiler auf dem falschen Fuß erwischt haben und der Kampf an einem anderen Tag vielleicht anders ausgegangen wäre. Aber das ist halt Kegeln. Natürlich war mein Freund Andy sauer bis zum Geht-nicht-mehr, aber damit kann ich leben. Vielleicht ist unser Knoten ja nun geplatzt ?!

Nach diesem erfolgreichen Match fuhren wir nach hause, wo unsere 2. den schweren Heimkampf gegen Bs Überherrn 3 absolvieren mußte. Durch den Einsatz von Michael in der 1. konnte nur einer von uns, Michael oder ich, in die 2. runter, was bedeutete, dass, weil Klaus Hermann noch nicht zur Verfügung stand, wir mit Dieter Müller einen Spieler aus der 3. raufholen mußten und ich aussetzte, um Michael, der weniger Starts als ich auf seinem Konto hatte, den Weg in die 2. zu ebnen.
Durch einen Vorstart von meinem Jüngsten, David, der an diesem Wochenende zum Kaderlehrgang geladen wurde, führten wir bereits mit 6 Holz, weil David mit guten 731 (9) gegen Petra Hewer, 725 (7), in bravouröser Manier am Schluß die Überhand behalten hatte. Im Folgenden gaben dann Timo Trampert mit 698 (2) gegen die 724 (5) Thomas Klein 26 Holz ab, Dieter Müller mit für ihn guten 674 (1) weitere 24 gegen die 698 (3) von Roland Uhl, so dass darauf hin  Volker Jacob mit 44 Holz Rückstand gegen Hans-Peter Haffner antreten mußte.  Leider konnte auch er keine Wende bringen, indem er im Gegenteil mit eigentlich guten 711 (4) weitere 14 Holz gegen Hans-Peter verlor, der sich mit 725 (8) als dritter Überherrner in die 720er einreihte. Nun sollte Michael nach seiner bravourösen Leistung in Ludweiler einen mit 58 Holz noch größeren Rückstand aufholen und zwar gegen Horst Lieberwirth, für den Geislautern zu seinen absoluten "Lieblingsbahnen" gehört. Unter uns: Bauchschmerzen wären ihm wahrscheinlich lieber gewesen. Aber tapfer fügte er sich in sein Schicksal, um auch gleich beim Wechsel schon den halben Vorsprung eingebüßt zu haben. Leider lief es für Michael nun auf seiner 2. Bahn nicht mehr so gut, was auch darauf zurückzuführen war, dass Horst plötzlich "vergaß", wo er kegelte, sich auf seine Fähigkeiten besann und Michael nun Paroli bot. Endeffekt: Nachdem Horst beim Wechsel schon 29 Holz verloren hatte, gelang es ihm, Michael im 2. Durchgang  sogar noch 4 Holz wieder abzuknöpfen, so dass das Match mit 749 (10) von Michael gegen die starken 725 (6) von Horst (er konnte es kaum fassen !!) doch noch mit 33 Holz verloren wurde.  Natürlich machte uns dieser verlorene Heimkampf nicht viel aus, hatte unsere 2. in der Vorrunde doch genügend Punkte eingeheimst, um nun nicht mehr in die Bredouille zu geraten. Viel wichtiger war halt der Auswärtssieg unserer 1.  in Ludweiler.

Unsere 4., die eigentlich anschließend gegen Losheim 2 hätte antreten sollen, hatte ihre 3 Punkte schon im Sack, da Losheim wegen Personalmangels den Kampf geschenkt hatte.

Am nächsten Tag mußte sich nun unsere 3. noch der 2. von SKC Schaffhausen stellen, eine Begegnung, bei der es eigentlich nur einen Sieger geben könnte, nämlich unsere 3. So kam es dann auch: nach soliden Zahlen von Karsten Jacobs, 652 (8), Dieter Müller, 629 (7), Jörg Emde, 624 (6), sowie die 613 (5) von seiner Frau Birgit Emde, gelang es uns, Schaffhausen 2 mit der Höchststrafe nach Hause zu schicken, obwohl unsere Beste, Carolin Schwarz wegen zuvieler Starts aussetzen mußte.  Alle Achtung.
Somit hatten wir mit 9:3 Punkten das schwarze Wochenende zuvor (0:12 Punkte !) wieder etwas egaliesiert, was Balsam für die Seele war. 


15. Spieltag:

Nach diesem Husarenstreich in Ludweiler mußte sich undere 1. bei BS überherrn 4 auf einen nicht minder schweren Auswärtsstart einstellen. Laut Papier dürfte dort zwar nicht viel anbrennen, aber in Überherrn mußte man bei jeder Mannschaft auf Alles gefaßt sein. Außerdem war es BS 4, die uns bis heuer in dieser Saison den einzigen Punkt, den wir auf unserer Heimbahn abgegeben haben, entführt hat. Also sollte man diesen Gegner auf gar keinen Fall unterschätzen.
Los gings mit unseren beiden Youngsters Sascha Kern und Michi Krüger, der eigentlich hätte arbeiten müssen, aber im letzten Moment doch frei bekommen hatte. Ihre Gegner hießen Michael Freichel und Heinz Wilhelm, zwei Gegner, die mal 730 aufwärts, aber auch unter 700 spielen  könnten, je nach Tagesform. An diesem Tag war es gottseidank Letzteres: Michael brachte es auf 693 (2), während Heinz sich mit 683 (1) begnügen mußte. Bei unseren beiden Strategen lief es aber auch nicht viel besser: während Sascha sich einige grobe Patzer erlaubte (Abwurf auf König-Dame, Dame, Bauer usw.) und  auch in die Vollen saft- und kraftlos blieb, gelang es mit 696 (3) nicht, die 700er Marke zu knacken und Michi erreichte mit 719 (6) auch kein Traumergebnis. Aber egal: wir führten immerhin nach dem ersten Block mit stattlichen 39 Holz. Nun sollte mein Jüngster, David, der die Überherrner Bahn (wie Boris Becker Wimbledon !) als sein Wohnzimmer bezeichnet, gegen Karl-Heinz Weiß weiteren Boden gutmachen. Nach seiner ersten Bahn (202 !) sah es auch ganz danach aus. Aber anschließend war sein Pulver, sprich Kondition und Konstitution, verschossen. Man muß dazusagen: eigentkich hätte er gar nicht spielen dürfen, hatte er doch schon seit einiger Zeit mit mit Nasenbluten, Schwindelanfällen, Kreislaufproblemen zu tun. (Montags darauf wurde er wegen eines schweren grippalen Effekts eine ganze Woche krankgeschrieben !)  Auf jeden Fall spielte er ab Bahn 2 unter seinen Möglichkeiten, kämpfte aber tapfer weiter und es gelang ihm tatsächlich noch, mit 725 (7) Karl-Heinz, 719 (5), knapp hinter sich zu lassen.
Nun mußten wir entscheiden, wer außer Markus das Team komplettieren sollte: Klaus Hermann oder ich. Bei einem Einsatz von Klaus wäre ein weiterer Spieler in der 1. festgefahren, während ich noch einen Start frei hatte. Das aber sollte kein Grund sein, Klaus nicht spielen zu lassen, denn in unserer Situation zählte für die 1. nur ein Sieg. Wir waren uns im Klaren, dass die 45 Holz Schuß keine Sicherheit waren, denn nun kamen im letzten Block mit Arthur Mohr und HP Haffner Überherrn`s beste Spieler und da waren 45 Holz Vorsprung garnichts, wenn einer von uns patzen würde. Markus war eine Bank, klar, aber der 2.??
In Ludweiler standen wir vor der selben Situation, hatten uns statt meiner für Michael entschieden und es klappte. Nun entschieden wir uns statt Klaus für mich und es war hoffentlich auch die richtige Entscheidung. Außerdem war ich mir sicher, so nervenstark zu sein, um am Ende, falls es hart auf hart gehen sollte,  meinen Gegner Arthur zu halten. Aber es kam mal wieder alles anders: Unsere "Bank" Markus erwischte einen fürchterlichen Tag, begann auf der Bahn 3 schon schlecht, um dann auf der 4 mit 150 stark nachzulassen. Seine 325 beim Wechsel bedeuteten, dass unser Vorsprung schon aufgebraucht war, während es wenigstens mir gelang, Arthur nicht davonziehen zu lassen. Gottseidank berappelte sich Markus nun endlich auf Bahn 1 und gab dadurch HP keine Chance, ihm weitere Holz abzuknöpfen. Letztendatten wir vor unserer aller letzten Räumgasse einen "Riesenvorsprung" von ganzen 8 Holz. Alles schien schon verloren, als Arthur auf Bahn 3 mit 3 Blanken anfing, ich aber nicht dagegenhalten konnte. Außerdem hatte HP die beste Räumgasse auf Bahn 1 vor sich, was er auch anfangs auch mit Blanken quittierte. Gottseidank machten nun Beide Fehler, die wir wiederrum mit Blanken ausnutzten. So ging es hin und her bis zum großen Finale: Da ich mal wieder genau wußte, wie der Spielstand war (ein Fehler, ich weiß, denn es lenkt einen kolossal ab !) hielt ich mich in der Endphase etwas zurück, um abzuwarten, was HP machte. Während Arthur und Markus bereits fertig waren, hatten HP und ich noch 2 Würfe. Wenn es ihm gelang, den Joker zu setzen und zu blanken, hätte er den Anwurf bekommen, und wir hätten den Kampf verloren, egal was ich spielen würde. Gottseidank spielte er eine dicke 7 und der Kelch ging an uns vorrüber. Andererseits war meine Situation nicht einfacher: nach einer dünnen 6 im drittletzten Wurf,  war ich nun gezwungen, in meinem zweitletzten Wurf, Bauer und Hinterdame zu treffen, sonst hätte ich wie HP auch keinen Volleanwurf mehr und der Kampf wäre ebenfalls verloren. Voll konzentriert tätigte ich den wohl wichtigsten Wurf meines ganzen Matches, traf ganz souverän meine beiden Kegel, warf noch eine 8 an und wir hatten den Kampf mit 5 Holz gewonnen.  UFF ! HERZSCHLAGFINALE !
Nicht mehr, als man muß . . . Die 743 (10) von HP hatte ich mit meinen 739 (9) zwar nicht mehr erreichen können, aber Arthur`s 735 (8) habe ich wenigstens übertroffen. Markus kam dank seines Endspurts noch auf 699 (4). Viel weniger hätten es aber auch nicht sein dürfen. 

Kaum war die letzte Kugel geworfen, stürmte ich auch schon raus, packte meine Kegeltasche, schüttelte meinen nichtverstehenden und kopfschüttelnden Gegnern die Hände und sprang in voller Keglermontur ins Auto, um so schnell wie möglich nach Hause zu rasen, weil ich dort noch einen Einsatz in der 2. gegen Dilsburg hatte. Was nämlich niemand wußte:  Unsere 2. spielte zeitgleich gegen Dilsburg. Durch einen von Dilsburg beantragten Vorstart (Jörg Ziegler, 671 (5), gegen Klaus Hermann, 716 (10), fehlte uns aber fast eine Stunde, weil Dilsburg unserer Bitte, wegen des Vorstarts eine halbe Stunde später anzufangen, nicht nachkam und der Kampf pünktlich um 15.00 Uhr begann. Als ich nun in Überherrn schon mit Verspätung auf die Bahn ging, wußte ich bereits, dass es sehr, sehr eng werden würde und ich kaum rechtzeitig in Geislautern sein könnte. Dementsprechend hatte ich auch während des Kampfes mehr auf die Uhr geschaut als auf meine Aufsatzdielen. Aber egal. Nach einem Rekordflight von knapp 10 Minuten von Überherrn nach Geislautern, stürmte ich auf die Bahn, wo  gerade Jens Lambert als letzter Mann von Dilsburg auf die Bahn ging. Da ich ja keine Zeit zum Umziehen benötigte, konnte ich auch gleich auflaufen. Aber, was halt Jeder in unserem Alter schmerzlich irgendwann einsehen muß: die Knochen machen nicht mehr so mit wie früher. Denn kaum hatte ich drei Wurf ansolviert, verspürte ich plötzlich einen beißenden Schmerz im rechten Knie, so dass an ein Weitermachen nicht zu denken war, wollte ich das Ganze nicht noch schlimmer machen. Schade, ich hätte Jens gerne noch einen schönen Fight geboten, hatten wir doch im Hinkampf in Dilsburg schon einen die Zuschauer begeisternden Showkampf, den ich damals gewann. Aber es sollte leider nicht sein. Somit hat Dilsburg nach einem im Vorstart deutlichen Zurückliegen gegen Geislautern 2 noch gewonnen, was sie selbst am allerwenigsten erwartet hätten. Man muß allerdings auch dazusagen, dass unsere Mannen Volker Jacob, mit 684 (7) noch vertretbar, seinen Gegner Rainer Suttor, 676 (6), noch hinter sich ließ, Timo Trampert hingegen mit 589 !!! (2) den Vogel regelrecht abschoß und gegen die 618 (4) von Helmut Hermann keinen Stich bekam. Entschuldigenderweise muß man hinzufügen, dass Timo an diesem Tage eine Sehschwäche (Augen und Brille) hatte. Als Vorletzter hat sich auch unser Dieter Müller mit seinen 615 (3) gegen 696 (9) von Adolf Schneider  nicht gerade mit Ruhm bekleckert, so dass ich schon knapp 750 gegen die 686 (8) von Jens hätte spielen müssen, um zu gewinnen. Leider werden wir es nicht mehr erfahren. Was soll`s, c`est la vi
e !

Da unsere 3. an diesem Tag spielfrei hatte, und unsere 4. wegen einer Zehennageloperation unseres Jungspielers Michael Brecker nur noch aus 3 Mann bestand, und wir dadurch gezwungen waren, nach Bestehen der 4. seit zwei Jahren (mit nur 18 aktiven Spielern !) erstmalig einen Kampf (gegen Hülzweiler 3) zu schenken, gibt es von diesem Spieltag Nichts mehr zu berichten. War ja auch genug, oder ?     





       

      






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